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BVG und Mercedes-Benz intensivieren Zusammenarbeit

06.11.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und Mercedes-Benz werden ihre Zusammenarbeit intensivieren und die Citaro-Busse aus dem Jahr 2002 noch einmal vollständig überprüfen. Um die Auswirkungen auf den Linienverkehr so gering wie möglich zu halten, haben die BVG bereits 25 Busse bei externen Unternehmen gemietet – weitere zwanzig sollen noch dazu kommen. Täglich kehren geprüfte Fahrzeuge in den Fahrbetrieb zurück.

BVG-Chefin Sigrid Nikutta: „Die Maßnahmen bei BVG und Mercedes gehen Hand in Hand. Wir gehen davon aus, dass eine alles umfassende Prüfung der Citaro-12-Meter-Busse des Baujahres 2002 die richtige Entscheidung ist. Gemeinsam mit Mercedes-Benz steht für uns die Sicherheit der Fahrgäste im Fokus. Dass es dadurch zu vereinzelten Ausfällen kommt, bedauern wir sehr.“

Die Interessengemeinschaft Eisenbahn (IGEB), ein Fahrgastverband aus der Bundeshauptstadt, sieht die Angelegenheit jedoch viel dramatischer. Man geht davon aus, dass insgesamt rund hundert Busse im täglichen Fahrbetrieb fehlen, weswegen die ÖPNV-Nutzung für Kunden kaum noch kalkulierbar sei – die oft überfüllten Busse seien nur unregelmäßig unterwegs und ein verlässlicher Fahrplan kaum erkennbar.

Die Fahrgastvertreter fordern daher die BVG zur Erstellung eines verlässlichen Notfahrplans auf. Außerdem sei es notwendig, weitere externe Busse anzumieten, um das Angebot kurzfristig zu verbessern. Außerdem sollte es – wie bei der S-Bahn – Entschädigungsregelungen geben. Langfristig müsse wieder eine größere Fahrzeugreserve her: Beim Bus, der Tram und der U-Bahn.

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