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Privatbahnen wollen weiterhin gemeinsamen Tarifvertrag

21.10.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die sechs großen deutschen Privatbahnen Abellio, Arriva, Benex, HLB, Keolis und Veolia streben trotz der Streikankündigungen der Gewerkschaften Transnet und GDBA weiterhin einen gemeinsamen Tarifvertrag an, der verbindliche Mindeststandards sowohl bei der Lohnhöhe als auch zu Personalübernahme bei Betreiberwechseln vorsieht. Die Gewerkschaften wollen jedoch die Anwendung des DB-Tarifes bei allen Privatbahnen im deutschen Nahverkehr.

Das Angebot der Privatbahnen sieht eine Entlohnung auf etwa 90% des DB-Tarifes vor. Eine vollständige Anwendung des DB-Tarifes hält man für unrealistisch, da die dortige Lohn- und Personalstruktur aus alten Monopolzeiten stamme, die am Markt stehenden Unternehmen nicht zuzumuten sei.

Ulrike Haber-Schilling, Verhandlungsführerin und Arbeitsdirektorin bei Veolia-Verkehr: „Wir sehen die reelle Chance, erstmals seit der Liberalisierung des Schienenpersonennahverkehrs einen gemeinsamen Tarifvertrag für die Beschäftigten der Branche zu erreichen. Um die Gespräche fortzusetzen und dieses Ziel zu erreichen, sind wir auch bereit, in ein Schlichtungsverfahren mit der Tarifgemeinschaft einzutreten.“

2 Responses

  1. Blödsinn, dann wären ja Polizisten, Feuerwehrleute, Richter, Verwaltungsangestellten, Politiker, JVA Arbeiter usw. alle überbezahlt. Die Frau Haber soll sich mal informieren wie Beamtenlöhne berechnet werden und was das Wort „Abstandsgebot“ bedeutet.


  2. Jürgen E.
    22.10.10 um 09:24

    @ Martin

    Eisenbahner sind aber nicht (mehr) verbeamtet.

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