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Montréal bestellt 468 neue U-Bahnwagen

23.10.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Neue U-Bahnzüge für MontréalDie Société de transport de Montréal, das kommunale Verkehrsunternehmen in der franko-kanadischen Stadt Montréal in der Provinz Québec am Saint Lawrence River hat bei einem Konsortium aus Bombardier und Alstom die Produktion von 468 neuen U-Bahnwagen in Auftrag gegeben. Das entspricht 52 Triebzügen mit je neun Wagen. Das Investitionsvolumen beträgt etwa 1,2 Milliarden Kanadische Dollar, das sind rund 864 Millionen Euro.

Die neuen Fahrzeuge sollen das Rollmaterial vom Typ MR 63 ersetzen, das seit der Eröffnung der Métro Montréal im Jahr 1966 in Betrieb ist. Konstruktion, Fertigung und Endmontage werden in den kanadischen Bombardier-Standorten La Pocatière und Saint-Bruno stattfinden. Die Alstom-Werke in Sorel-Tracy und Montréal werden ebenfalls beteiligt. Somit entstehen die neuen Fahrzeuge komplett in der kanadischen Provinz Québec und werden echte Lokalprodukte sein.

Im Juni 2013 sollen die ersten Prototypen auf die Schiene gehen. Zwischen Februar 2014 und September 2018 werden die regulären Fahrzeuge dem Linienverkehr übergeben. Sie werden über ein zeitgemäßes Ambiente verfügen und sollen mit Videokameras überwacht werden. Wechselsprechstellen ermöglichen es den Fahrgästen, Kontakt mit Fahrer und Leitstelle aufzunehmen.

„Bombardier und Alstom freuen sich, dass die Regierung von Québec und die Stadt Montréal so zielstrebig eine effiziente Lösung des Ausschreibungsverfahren herbeigeführt haben“ sagt Raymond Bachant, Präsident von Bombardier Transportation in Nordamerika. „Mit den modernen U-Bahn-Wagen erhalten die Stadt Montréal und ihre Nahverkehrs-Nutzer ein zuverlässiges und komfortables Beförderungsmittel, das darüber hinaus den Geist dieser beeindruckenden Weltstadt widerspiegelt.“

Sein Kollege Pierre Gaulthier, Präsident von Alstom in Kanada, freut sich „die Arbeit aufnehmen zu können, um die reibungslose Lieferung der neuen U-Bahn-Wagen für die Stadt Montréal und ihre Nahverkehrs-Nutzer sicherzustellen,“ „Die STM wird vom Erfahrungsschatz der beiden weltweit größten Bahntechnik-Hersteller profitieren. Bereits bei der Flotte der MR-63- und MR-73-Fahrzeuge waren Bombardier und Alstom maßgeblich beteiligt.“

Bild: Bombardier

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