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Kölner Dieselnetz wird per Verhandlungsverfahren vergeben

13.10.10 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Laut Eintrag im europäischen Amtsblatt wird das Kölner Dieselnetz nun nach gescheiteter Ausschreibung, in einem offenen Verhandlungsverfahren vergeben. Die Aufgabenträger erhoffen sich dadurch eine  wirtschaftliche Optimierung der Angebote aus der Ausschreibung, die wegen nicht finanzierbarer Angebote aufgehoben werden musste.

Die Bieter müssen sich in dem offenen Verfahren nicht mehr an die starren Vorgaben der Ausschreibungsunterlagen halten, sondern haben in vielen Punkten mehr Flexibilität. So können die Bieter von der vorgegebenen Vertragslaufzeit von 15 Jahren abweichen, verlangt wird nur noch eine Spanne zwischen 10 und 20 Jahren. Daneben ist auch eine gestaffelte Betriebsaufnahme möglich. Die Besteller halten das offene Verfahren für nötig, da die Vergabe des Nettovertrages eilbedürftig ist. Außerdem wäre es nur so möglich die Aspekte im Dialog mit den Bietern zu diskutieren.

Nach der Kritik an dem zuständigen Ingenieurbüro BPV Consult GmbH, steht im Amtsblatt, dass die Herren Dr. Christoph Zimmer und Mario Pott, trotz diverser Beratertätigkeiten bei verschiedenen Eisenbahnverkehrsunternehmen nicht  gegen die Neutralitätspflicht verstoßen. Das Büro hatte in der Ausschreibung etliche Fragen nicht ausreichend beantwortet. Es wurde vermutet, dass dadurch bestimmte Unternehmen in der Ausschreibung bevorteilt werden sollten.

Bei der Vergabe des Dieselnetz Westmünsterland kam es nach der gescheiterten Ausschreibung auch zu einem offenen Verfahren, dort konnte sich DB Regio mit ihren mehr als 10 Jahren im Betrieb befindlichen, vom Land geförderten VT 643 durchsetzen.

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