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Düsseldorf: In der Rheinbahn verloren, Rheinbahn schenkt Sophie eine neue Kindergeige

04.08.12 (VRR) Autor:Jürgen Eikelberg

Die elfjährige Sophie vergisst in einem Bus der Linie 784 nach Haan ihre Geige. Sie bemerkte es zwar sofort, doch die Türen waren schon zu und der Bus fuhr ab. Traurig lief sie nach Hause und beichtete es ihrer Mutter. Diese rief zwar sofort bei der Rheinbahn an, doch auf Grund eines Übermittlungsfehlers suchte die Rheinbahn zuerst in einem anderen Fahrzeug. Trotz intensiver Suche blieb die Geige verschwunden.

Es gibt viele ehrliche Finder unter den Kunden der Rheinbahn, die dem Fahrer Fundstücke übergeben. Die Fahrer suchen an den Endhaltestellen jedes Fahrzeug ab und bringen die Fundstücke zum Rheinbahn eigenen Fundbüro. Dort warten vom simplen Schirm bis zum hochwertigen Laptop die Fundsachen auf ihre rechtmäßigen Besitzer. Doch leider nicht die Geige von Sophie. Ein unehrlicher Finder muss die Kindergeige an sich genommen haben, um sie zu Geld zu machen.

Die Schule stellte Sophie zwar sofort eine Leihgeige zur Verfügung, damit sie weiter üben kann, doch ohne eigene Geige ist das Leben nicht mehr so wie früher. Vor allem, weil auf dieser Geige auch noch ihre kleinere Schwester übt.

Für eine Familie mit drei Kindern ist der Kauf einer neuen Kindergeige von rund 400 Euro ein großer Brocken im Haushalt.

Daher hat sich die Rheinbahn entschieden, Sophie eine neue Geige zu schenken. Aus den Erlösen der halbjährlichen Fundsachenversteigerungen wird die Rheinbahn eine neue Kindergeige kaufen.

Damit es nicht so lange dauert, überreichte Klaus Klar, Rheinbahnvorstand, am Freitag, 3. August im Busbetriebshof in Düsseldorf-Benrath der kleinen Sophie symbolisch schon mal neue Geige. Sobald die neue Geige geliefert ist, wird Sophie die Leihgeige der Schule zurückgeben, damit andere Kinder wieder darauf üben können.

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