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Seit 14 Uhr Streiks bei Metronom

20.06.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Wie die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) heute mitteilt, hat die ihre Mitglieder ab 14 Uhr zu einem Streik bei der Metronom Eisenbahngesellschaft aufgerufen. Das Ende des Streiks will sie gesondert bekannt geben.

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Damit reagiere sie auf die „andauernde Weigerung“ des Unternehmesn zu „substanziellen Angeboten“ zu den geforderten inhaltsgleichen tarifvertraglichen Rahmenregelungen für Lokomotivführer und den Betreiberwechseltarifvertrag vorzulegen. Erst am Freitag hätte das Unternehmen die gerade aufgenommenen Tarifverhandlungen mit der lapidaren Erklärung zum Scheitern gebracht, dass die Gesellschafter die GDL-Forderungen schlicht und einfach ablehnen.

„Das ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten“, so der Vorsitzende des GDL Bezirks Nord, Lutz Schreiber. „Für Scheinverhandlungen mit einer offenbar völlig abgehobenen Geschäftsführung stehen wir nicht zur Verfügung.“

Für die GDL sehe es klar danach aus, dass die metronom von den Gesellschaftern, allen voran der italienischen Netinera-Gruppe, an die Wand gefahren werden solle. Vor allem die kürzlich nicht erfolgten Bewerbungen auf Ausschreibungen mit dem hohen Tarifniveau der metronom würden diesen Eindruck erhärten, dass der Wettbewerb nach dem Willen der Gesellschafter weiterhin über das Einkommen und damit auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden solle. Er ließ weiterhin offen, um welche konkrete Ausschreibungen es sich dabei gehandelt haben soll.

Umso wichtiger seien Rahmenregelungen und ein von allen Eisenbahnverkehrsunternehmen unterzeichneter Betreiberwechseltarifvertrag, wie die GDL ihn konzipiert und bereits mit mehreren Unternehmen abgeschlossen hätte. Nur dieser biete den notwendigen Schutz für die Beschäftigten so Schreiber. Er forderte die metronom auf, ihre Verweigerungshaltung aufzugeben und den Konflikt nicht weiter auf dem Rücken der Fahrgäste auszutragen.

Für die Metronom Eisenbahngesellschaft kam dieser Streik sicher nicht überraschend. Wie die Pressesprecherin Hannah Kohn gegenüber dem Eisenbahnjournal Zughalt.de erklärte, sind bereits einige Züge ausgefallen. Fahrgäste können sich zeitnah über Twitter informieren.

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42 Responses

  1. *Gähn* Und ein erneuter Streik durch die GDL angezettelt… Die Komödie verliert so langsam aber sicher seinen Witz.
    Je mehr auf die Absicherung bei Betreiberwechsel gepocht wird, umso stärker drängt sich mir der Vergleich mit anderen Wirtschaftszweigen auf. Verliert ein Anbieter kommt es in meinen Augen eher einer Schließung gleich, als einem reinen Wechsel. Muss mein Arbeitgeber die Pforten zu machen, bin ich auch gezwungen mir einen neuen zu suchen. So what? Mir kann es ebenso passieren, dass ich meinen Wohnsitz dann um etliche Kilometer verlagern muss.
    Wir leben doch nicht mehr in der Planwirtschaft bzw. zu Zeiten, als Bahner noch verbeamtet wurden und damit quasi Anspruch auf einen festen Wohnsitz hatten.

  2. Verweigerungshaltung? Das meinen die doch wohl nicht ernst! Letzte Tage hat die Metronom doch noch ein super Angebot gemacht. Das hat doch bei den anderen Privaten auch geklappt. Und weil die nicht genau das tun, was die GDL will fangen die auf einmal mit so nem lächerlichen Streik an??! IDIOTEN!!!!


  3. Matthes Weiss
    20.06.11 um 17:46

    verbeamtet wurden quasi Anspruch auf einen festen Wohnsitz hatten.

    Genau das haben Beamte – zumindest de jure – eigentlich nicht ;-) . Der Dienstherr darf sie – wenn auch nicht aus reiner Willkür – an einen beliebigen anderen Dienstort versetzen.
    Und früher (als alles besser war ;-) )war es für einen verbeamteten(verbeamtete) Eisenbahner nicht ungewöhnlich, daß spätestens bei der Beförderung ein Dienstortwechsel fällig war.


  4. Beobachter
    20.06.11 um 19:21

    @ Matthes Weiss

    ..daß spätestens bei der Beförderung ein Dienstortwechsel fällig war.

    Aber wahrscheinlich nicht von einem …. Lokführer zu einem Oberlokführer :)


  5. trainguide
    20.06.11 um 20:57

    @ Matthes Weiss

    Macht meine Bude dicht, kann ich mich beim Konkurrenten bewerben. So ist es überall.


  6. Nochn Pendler
    20.06.11 um 22:19

    Verstehe ich jetzt nicht, warum eine Arbeitnehmerorganisation ihre Aktionen immer wieder voll auf Kosten von Pendlern und Schülern durchführen muss, die in aller Regel mit Zeitkarten ausgestattet sind. Solche Tickets sind bei Streikausfällen nicht erstattungsfähig. Der Betreiber, nämlich die Metronomgesellschaft hat also kaum wirtschaftliche Nachteile. Die Kunden ärgern sich, sind ohnmächtig und wieder mal die Gebeutelten, gerade wenn sie aus dem Süden in die Hansestadt fahren müssen. Da gibt es nä,lich kaum Alternativen als den PKW. Und in HH kannst du nicht parken, ohne riskieren abgeschleppt zu werden. Parkhäuser in der Innenstadt kosten für die Dauer eines Arbeitstages mindestens 12 Euro.

    Was diese Zwergengewerkschaft veranstaltet ist die Durchsetzung von separaten Interessen, auf Kosten der Allgemeinheit. Die Gewerkschaftsfunktionäre verkennen, dass ihre Forderungen nach einer Absicherung ihrer Klientel gegen alle Risiken einer modernen Wirtschaft kaum dem entsprechen, was Arbeitnehmer in anderen Branchen hinnehmen, ohne deswegen alle 3 Wochen eine neue Sau durchs Dorf zu jagen.

    Meine Empfehlung: Massenausperrung und nach einer Woche hat der Spuk eine Ende.

  7. „Das ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten“

    Das ist vielmehr ein Schlag ins Gesicht der Pendler, vor allem wenn das so spät angekündigt wird, dass man morgens mit dem Zug zur Arbeit fährt und erst dann erfährt, dass man nicht mehr zurückkommt :(


  8. Beobachter
    20.06.11 um 23:08

    Leider gibt es in Deutschland zu wenige Personen, die eine Berechtigung zum führen von Lokomotiven und Triebfahrzeugen haben. Dies zeigt, dass der „Beruf“ nicht mehr populär ist. Es fehlt an de devoten Haltung der Kunden.

    Wenn es genau so viele Führerscheininhaber im Eisenbahnverkehr gäbe, wie im Autoverkehr, wäre die GDL zur Bedeutungslosigkeit verdammt.


  9. Matthes Weiss
    21.06.11 um 08:57

    Aber wahrscheinlich nicht von einem …. Lokführer zu einem Oberlokführer

    Wenn man die Herrschaften heute hört, könnte man das glatt meinen ;-) Aber Dienstposten mit der entsprechenden Eingruppierung sind damals auch nicht vom Himmel gefallen – da da mußte immer erst einer frei werden (durch Wechsel des bisherigen Inhabers auf einen anderen oder in den Ruhestand). Deshalb war die gute alte deutsche Behördenbahn da überraschend modern: Wer den nächsten freien Dienstposten angetreten hat (egal wo der war), also mobil und flexibel war, konnte schneller aufsteigen.


  10. Jefferson
    21.06.11 um 08:57

    @ 8:

    Das ist richtig, es fehlen in Deutschland ca. 1000 Lokführer. Aber die Ausbildung ist auch sehr schwer, es fallen viele bei der DB Prüfung durch und haben dann die Möglichkeit die Prüfung noch einmal ablegen.

    Es liegt einfach an der masse, der Lokführer muss sehr viel wissen und das aus dem effeff. Auch wenn es nicht so aussieht.

    *************

    @ anti-gdl:

    Die GDL will das bei einem Betreiberwechsel die Lokführer vom neuen Betreiber übernommen werden. Das ist ein Kernpunkt der Forderungen der GDL!

    *************

    @ Nochn Pendler:

    Massenaussperrung würde garnichts bringen, denn die Lokführer würden durch die Streikkasse versorgt werden. Das einzigste was diese Aktion bringt ist, dass sich das EVU selbst ins Fleisch schneidet. Denn dann stehen alle Züge still ohne das auch nur 1 Minute gestreikt wird und die Lokführer würden dennoch bezahlt.

    *************


  11. Buchholzer
    21.06.11 um 09:24

    So langsam reicht es mir! Sieht zu das ihr Eure Tarifverhandlungen hinbekommt und lasst die arbeitende Bevölkerung endlich wieder pünktlich zur Arbeit kommen! WIR haben nix mit Euren Machenschaften zu tun und erwarten einen reibungslosen Bahnbetrieb verdammt noch mal! Sonst steige ich aufs Auto wieder um und verpesste die Umwelt! Es reicht echt! Wird Zeit das alles wieder in staatliche Hand kommt, damit so ein Mist aufhört! Wütender Bürger der pendelt und seinen Job wegen diesen Scheiß verliert!!!

  12. @Beobachter

    dann nehmen Sie alle Ihren Mut und Weißheit zusammen. Erwerben den Führerschein Kl. 3 für Eisenbahnfahrzeuge und vielleicht sind Sie vor Streikende fertig. Dann können Sie einen der stehen gebliebenen Züge ans Ziel befördern.

  13. DANKE!!! Als Azubi unter 18 Jahren darf ich jetzt 30km am Tag mit dem Fahrrad f


  14. Beobachter
    21.06.11 um 10:27

    @ THB

    Ich habe mein Berufsleben weitgehend hinter mir.

    @ Buchholzer

    Wird Zeit das alles wieder in staatliche Hand kommt, damit so ein Mist aufhört!

    Lieber nicht, die Beamtenmentalität der Bundesbahnbediensteten war noch schlimmer, als ein Streik.


  15. Winsener001
    21.06.11 um 10:40

    Gottseidank ist die Stellenausschreibung für Lokführer jetzt ja ganz groß ( geht’s nicht NOCH größer ?) auf der Meteronom-Startseite… :-)
    …und dann hoffentlich „tschüß“ zu jedem Lokführer der sich am Streik (auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung) beteiligt hat.


  16. Jefferson
    21.06.11 um 11:02

    @ Beobachter:

    Du Narr, zur Bundesbahn Zeit ist fast alles besser gelaufen. Die Züge wurden besser gewartet, es waren größere Kapazitäten vorhanden, der Fuhrpark war komfortabler als der heute Triebwagen mist der umherfährt. Keine Beinfreiheit, weniger Kapazitäten man muss öfters stehen etc.

    Die Bundesbahn war spitze! Mitarbeiter waren motivierter und stolz auf ihre Staatsbahn!

    ******************

    @ Winsener001:

    Das glaubst du doch wohl selber nicht, in Deutschland werden 1000 Lokführer gesucht. Du glaubst doch wohl nicht im ernst das Metronom alle seine GDL Lokführer „was sie auch nichtmal dürfen“ feuert und durch nicht GDLer ersetzt. Und selbst als nicht GDLer kann man sich am Streik beteiligen. Metronom ist froh um jeden Lokführer den sie haben :-/

    Wie wäre es mit „Tschüß“ an die Verantwortlichen bei Metronom welche nicht die lächerlichen Forderungen der GDL erfüllen???? Mal daran gedacht? Nein natürlich nicht!?!?


  17. Winsener001
    21.06.11 um 11:56

    @ Jefferson:

    …war auch mehr als provokante Aussage an die „blind-dauer Streikenden“ gedacht…
    PS: wenn die Forderungen lächerlich sind, ist die Frechheit mit der diese Mini-Kasper-Gewerkschaft tagelang streikt umso schlimmer…

    PS2: Staatsbahn … heißt nur: zu Lasten des Staates (Steuerzahlers) – incl. „bloß nix verändern“ (ich steh lieber mit Klimaanlage als bei 1000° im Schatten OHNE Klimaanlage mich auch noch von Beamten vollnörgeln zu lassen)


  18. Jefferson
    21.06.11 um 14:03

    @ Winsener001:

    Das lächerlich bezog sich auf leicht realisierbar. Verstehe garnicht wieso sich die Lokführer und die Privatbahnen in die Haare bekommen. Sollen die doch einfach zustimmen und fertig. Mehrkosten entstehen da eh fast keine, zumindest weniger als durch den Dauerstreik.

    Staatsbahn heißt: Komfortabel, ordentliches Wagenmaterial, ordentliche Loks, Kundenorientiert, motivierte Mitarbeiter UND NICHT Provitorientiert!


  19. Jefferson
    21.06.11 um 14:11

    UND was die Ausschreibungen angeht:

    Man sollte bei der nächsten Ausschreibung berücksichtigen welches EVU ständig bestreikt wurde und somit massiv unzuverlässig ist. Dieses sollte bei der Ausschreibung nicht mehr berücksichtig werden.

    Kann nicht angehen das sich da ein paar Obere hinstellen und massiv den Bahnverkehr in Deutschland durch ihre verweigerungshaltung stören. Diese EVUs sollten ein Deutschland verbot erhalten. Basta

  20. @Jefferson: Am besten gleich zurück in die Planwirtschaft, damit alle das gleiche haben…
    Kommentar von der Redaktion teilweise gelöst
    Der Ausschluss von EVU bei Ausschreibungen kommt dem Tod der Marktwirtschaft in diesem Sektor gleich.
    Und Bundes- bzw. Reichsbahnen waren auch nur subjektiv besser. Schonmal bemerkt, dass ÖPNV ein ziemlich teures Pflaster is und damit jeder, egal ob er/sie es nutzt oder nicht, mitbezahlen muss?


  21. Beobachter
    21.06.11 um 14:42

    @ Jefferson

    Es geht den privaten Eisenbahnunternehmen um etwas ganz anderes. Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, nimmt ein neuer Betreiber sehr gerne ausgebildetes Personal, das eine ordentliche Bewerbung mit Lebenslauf und Zeugnissen vorlegt.

    Die GDL verlangt aber, dass ein Unternehmen das alte Personal (sorry, natürlich nur Lokführer) ungeprüft und ohne Rücksicht auf die tatsächliche Erfordernis übernimmt.

    Und noch ein Wort zur Staatsbahn. Die Bundesbahn war eine Behörde und so wurde auch gearbeitet. Ich bin in dieser Zeit nicht viel mit der Bahn gefahren, weil ich mir immer wie ein Bittsteller vorkam. Und auch heute ziehe ich lieber eine Privatbahn vor.


  22. jefferson
    21.06.11 um 14:56

    @ Pendler:

    Kommentar teilweise durch die Redaktion gelöscht!

    Bundesbahn war nicht nur subjektiv besser sondern auch objektiv, Pünklicher, zuverlässiger und vorallem weniger anfälliger. Nicht wie die heutigen Bahnen.

    ÖPNV Ziemlich teures Pflaster!? Selbstvertändlich wenn man solch einen Schrott kauft er alle 5min ausfällt und irgendwelche Störungen hat. Seien es die Achsen, die Klimaanlagen, die Neigetechnik, die Fahrmotoren, das Getriebe, die Türen, die Elektronik. Und die Technik die noch von früher ist und brauchbar wird auf verschleiß gefahren.

    Weißt du was das kostet, wieder ins Werk, reparieren, Kapazitäten fehlen, Ersatzteile etc.

    Aber solche Leute wie dich kenne ich, wissen alles besser, können alles besser und haben von allem die meiste Ahnung.

    God bless you :-/

  23. @Jefferson: Ach, auf diese Ebene lassen wir uns mittlerweile hinab…
    Und ja, rein zufällig weiß ich, wie teuer es ist Instandsetzungsarbeiten durchführen zu lassen. Daran soll es nicht mangeln. Und auch mit geringeren Kosten dieser Art wäre der ÖPNV mehr als teuer für den Steuerzahler.
    Was Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit angeht: Zu Zeiten der Bundesbahn gab es eine vollkommen andere Infrastruktur und Takte. Der Luxus der Geschwindigkeit birgt etliche Risiken, die in einem so labilen System kaum vermieden werden können. Und wenn du weniger anfällige Züge haben willst, fahr in Kasachstan beispielsweise mit der Bahn. Diese sind zwar fast unverwüstlich, haben dafür aber kaum mehr komfort als eine Holzbank im Park.

    Außerdem zwingt dich doch niemand die ach so unzuverlässige Bahn zu nutzen. Es gäbe zu Genüge Ausweichmöglichkeiten. Sei es ein privates Fahrzeug für Kurz- und Langstrecke, oder Mitfahrgelegenheiten oder sogar Busse.

    Aber ich entferne mich schon wieder zu weit vom eigentlichen Thema…

  24. @ Jefferson:

    Mich deucht der Eindruck, das Sie Beamter sind/waren. :P .Zur DB Zeiten (NICHT DBAG!) waren alles so toll???. Richtig falsch. Tausende km Streckenstillegungen, nix gefahren (außer alter Müll),kaum Anschlüße gewährleistet und alles unglaublich teuer. Im Vergleich dazu war es bei der DR zwar auch viel Schrott unterwegs, jedoch fuhren bedeutend mehr und längere Züge (dem fehlenden Individualverkehr geschuldet). Ob da jemals die DB mitgehalten hätte möchte ich stark bezweifeln.
    Achso: God bless you??? nee…der Wind bläßt hier, sonst nix…
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Ich will mal stark hoffen, das sich die Lokführer langsam mal etwas belesen was IHRE Gewerkschaft da wieder zum scheitern verurteilt hat. Der GDL ist leider nicht mehr zu helfen, und ich komme wieder auf den Gedanken mit den öffentlichen Protesten GEGEN dieses Streikgebaren der GDL. Echt unmöglich, Schmeißt die raus, wenn die nicht verhandeln möchten. Basisfahrplan erstellen, warten, fertig.


  25. jefferson
    21.06.11 um 18:21

    @ Pendler

    Wieso Kasachstan, schau dir die alten 218er Dieselloks oder die alten 111er Eloks an, früher waren dort Störungen sehr selten und heute ganz normal.

    Und wieso schreibst du „es zwingt dich keiner mit der Bahn zu reisen“???? Ich reise oft mit der Bahn zur Arbeit „Azubi“ und bin sehr zufrieden mit der Deutschen Bahn.

    Das nächste so schnell fahren die Züge heute auch nicht, gibt ein paar Rennstrecken und das wars.

    @Stephan:

    Wieso zum scheitern verurteilt? Die GDL hat schon mit etlichen Bahnen den Vertrag unterzeichnet. Fehlen noch ein paar, aber die kommen auch noch.

    Und die GDLer rausschmeißen?? Erst schreibst du Lokführer „belest“ euch und dann kommt solch ein Kommentar?? Würdest du dich mal belesen und nachschauen wieviel Lokführer bei der GDL sind?? Schmeiß die mal alle raus, wer fährt dann, der Weihnachtsmann?

    btw. Bin Pendler und fahre sehr oft mit der DB. Bin also kein Beamter.


  26. Beobachter
    21.06.11 um 19:02

    @ Jefferson

    Die Vorserie der BR 218 wurde 1966 beschafft, die letzten Loks wurden 1979 ausgeliefert. Sie sind also 32 – 45 Jahre alt. Die Baureihe 111 wurde von 1974 bis 1984 gebaut und ist somit auch schon 27 – 37 Jahre im Einsatz. Es ist also zu erwarten, das bei solch alten Geräten häufiger Störungen auftreten.

    Zudem sind Lokbespannte Züge ein Auslaufmodell im Personenverkehr.


  27. Jefferson
    21.06.11 um 19:34

    @ Beobachter:

    Ja leider, bei einem Lokbespannten Zug kannst du ohne weiteres 1 Wagen aussetzen und weiterfahren. Zum Beispiel wenn du einen Wagen mit einer starken Flachstelle hast oder Wie gebrochen etc.

    Bei Triebwagen geht das leider nicht mehr, da muss das ganze Fahrzeug weg.

    * Alter BR 218 BR 111
    Naja, naja, das liegt auch daran das man an diesen Fahrzeuge rumdoktort bis zum abwinken. TB11 tauscht man gegen MTU Motoren aus welche sehr störungsanfällig sind. Turbolader macht da häufig Probleme sowie die robustheit des Motors an sich ist ein witz.

    Und die neuen Fahrzeuge wie die Br 442 sind nichtmal 1km gefahren und schon schrottreif -.-

    Oder 440, das Ding hat nur Störungen am laufenden Band und dann sind die Geräte auch noch so billig. Da kannste an der Klima bei der 440 nur + – 2 Grad einstellen. An Fahrzeugen wie am 642 kannste die Klima garnicht mehr steuern. Nur an oder aus.

    Lokbespannte Züge sind einfach viel komfortabler als irgendwelche Triebwagen [S-Bahnen].

    :Kann mir nicht vorstellen das es wirklich Menschen gibt die gerne auf Lokbespannte Züge verzichten. Beinfreiheit, Komfortabler, mehr gepäckablagen [auser Dosto^^], angenehmer im Innenraum.

    Bei der 440 z.B. habe ich selbst erlebt da hatte man Klimazonen. In einem Bereich sehr kühl und wenn du ein Stück weitergehst sehr warm.

  28. @ Jefferson…

    Ich meinte die jenigen GDLer die eine Verhandlung SCHEITERN lassen mögen rausgeworfen werden, lesen->verstehen…
    Und die jenigen Tf die ihrer Arbeit treu und dem Bahnvolk loyal gegenüberstehen werden wohl auf den Führerständen Ihren Dienst verrichten weil sie wissen, welche Verantwortung Sie mit Ihrem Dienst den Pendlern gegenüberstehen…

    und die 111 fahren doch recht problemlos…die 110 sind eh langsam am aussterben, und der Rest der S,RE,RB werden ja eh von 112-114-143 gefahren und die Dinger sind recht robust….
    und wenn de 218 aufgibt dann kommt man recht rasch an ne 232/233/234 Russen ran…die kann das auch, siehe Winterersatzzüge dieses Jahr in S/SA/TH… ;)


  29. Beobachter
    21.06.11 um 20:16

    @ Jefferson

    Ich komme mir vor, wie in einem Freakforum. Da wird auch herrlich darüber gestritten, was nun besser sei, lokbespannte Bn- oder Bx-Wagen oder ein moderner Triebwagen. Und da wird auch sehr gerne und sehr schnell vom Thema abgewichen.

    Aber das ist nicht meine Welt. Ich fahre lieber mit einem modernen Triebwagen, als mit lokbespannten Zügen aus der Vorzeit der Eisenbahn.


  30. Jefferson
    21.06.11 um 20:30

    @ Beobachter

    Lokbespannt ist nicht gleich alt, aber naja, darum geht es hier auch nicht.

    Will dir noch abschließend sagen, es gibt auch alte Triebwagen und moderne Lokbespannte Züge und umgekehrt.

    @ Stephan

    Ob die GDL das wirklich hat scheitern lassen kann ich mir nicht vorstellen, wieso sollten die das tun??? Hat ja bei der DB und diversen anderen auch geklappt. Mal ehrlich, warum sollte die GDL das absichtlich scheitern lassen, wäre doch idiotisch. Würde mal eher sagen wir waren nicht bei den Verhandlungen und wissen nicht was hinter den verschlossenen Türen besprochen wurde.

    Und das die Pendler die leidtragenden sind ist wirklich ärgerlich, man sollte das gesetztlich regeln das die Unternehmen den Pendlern die Tickets zurückerstatten müssten.

  31. @ jefferson

    Als Hilfe zur Erkenntniss empfehle ich die GDL-seite, dort steht geschrieben das die GDL die Gespräche für gescheitert erklärt hat, weil die EVU den BuRa-Ltv nicht akzeptiert haben, was auch richtig ist. Wir leben in eine demokratischen Marktwirtschaft und nicht im Feudalismus oder Sozilaismus. Ich werde mir es auch nicht erlauben, Ihnen in einer Verhandelung, die Getränke und Lebensmittel vorzuschreiben und wo Sie diese zu kaufen haben!


  32. Jefferson
    21.06.11 um 21:08

    @ Stephan

    Naja, es gibt Unternehmen welche diesen Vertrag bereits unterzeichnet haben. Und seien wir mal ehrlich, die GDL wird mit Sicherheit nicht aufgeben.

    „„Für die GDL sieht es klar danach aus, dass die metronom von den Gesellschaftern, allen voran der italienischen Netinera-Gruppe, an die Wand gefahren werden soll““

    Ich erlaube mir einfach keine Kommentare mehr, da ich nicht weiß was da gelaufen ist. Welche Gespräche da stattgefunden haben, was gesagt wurde etc.

    Und ob das stimmt was die GDL sagt oder was die von Metronom sagen weiß keiner. Auser die beiden selbst


  33. Jefferson
    21.06.11 um 21:24

    Stephan

    Habe mir eben wie du gesagt hast die GDL Seite angesehen und bin darauf gestoßen: !Les dir das mal durch“!!!!
    ___________
    „stattdessen haben die Arbeitgeber die Löhne verspätet ausgezahlt und die Lokomotivführer bei den Streiks ausgesperrt, sogar Mitarbeiter, die im Urlaub waren. Der Gipfel ist aber, dass VVSA den Lokomotivführern zunächst eine Einmalzahlung von 300 Euro zahlte – und diese nun wieder zurück verlangen will: Es sei denn, die Lokomotivführer akzeptieren einen Tarifvertrag, den sie gar nicht kennen.“
    _________

    Also bei allem was recht ist, aber ich bin auf der Seite der Lokführer, die werden systematisch fertiggemacht!!! Das ist doch nicht mehr normal, wo leben wir denn??

    Manchmal frag ich mich ob ich noch in Deutschland lebe oder in so einem assozialen drittewelt staat :-/


  34. Beobachter
    21.06.11 um 22:06

    Die GDL ist in der Vergangenheit schon öfter aufgefallen, weil sie nichtdeutsche Gesellschafter von Eisenbahnunternehmen – ich will es mal freundlich formulieren – kritisiert hat. Ob das mit Kalkül geschah, um diese in der Öffentlichkeit zu diskreditieren, vermag ich nicht zu beurteilen. Belegt ist aber, das es bei den Mitgliedern einen großen Zuspruch findet.

    Da ist erst einmal der Ausspruch, der französische Konzern (Veolia) solle sich an deutschen Gepflogenheiten richten. Das klingt ganz nach der alten „Erbfeindschaft“ zwischen Deutschland und Frankreich. Dabei haben einige zum Konzern gehörende Unternehmen auch weitere deutsche Teilhaber.

    Die Beteiligungsgesellschaft der Hamburger Hochbahn BeNex, die Beteiligen an mehren Eisenbahnunternehmen hält, wurde angegriffen, weil eine britische Investmentgesellschaft 49 Prozent der Anteile hält. Deutsche und Briten waren sich im vergangenen Jahrhundert auch nicht gerade grün.

    Und nun der Metronom. Die Nentinera-Gruppe ist indirekt über die Osthannoversche Eisenbahn, deren Mehrheit sie hält, am Metronom beteiligt. BeNex, das ebenfalls am Metronom beteiligt ist, war schon abgestraft, daher mussten die Italiener herhalten. Das muss man aber nicht verstehen.

    Aber der Vorwurf, Nentinera würde den Metronom „vor die Wand fahren“, weil sich das Unternehmen „mit den hohen Löhnen“ nicht an Ausschreibungen beteiligt hätte, ist an Realsatire nicht zu überbieten. Verzeihung, aber das versteht nur jemand, der – ich sage es mal vorsichtig – über das Bildungsniveau eines Boulevardblattes nicht hinaus gekommen ist.

  35. Ist schon komisch wenn die müllabfuhr , verkehrsamt oder der einzelhandel steikt sagt keinner /kaum
    jemand was .

    Die fahrzeuge des metronom gehören dem land niedersachsen da für hat der steuerzahler millionen
    gezahlt .sowie das werk in uelzen es zahlt der steuerzahler .wie immer


  36. Tostedterin
    22.06.11 um 09:19

    Pendler morgens reinfahren zu lassen und dann zu streiken ist schon sehr speziell also verhandelt wenigstens weiter. jeder tag den ihr streikt tut mir auch mit vorankündigung weh also im namen von kinder und anderen versorgungsbedürftigen personen bewegt euren po und verhandelt bis euch der kopf raucht und macht es für uns planbarer.
    streik ist ein wichtiges recht für euch auf meinem rücken aber verhandelt damit ich nicht im nächsten winter wieder auf dem kalten bahnhof stehe, weil ihr es weiter vor euch her schiebt.


  37. Arbeitnehmer
    22.06.11 um 10:30

    @Beobachter

    Das klingt ganz nach einem EVG Gewerkschafter!


  38. Beobachter
    22.06.11 um 11:02

    @ Arbeitnehmer

    Ich bin weder bei einem Eisenbahnunternehmen beschäftigt noch gehöre ich einer Gewerkschaft an!


  39. Arbeitnehmer
    22.06.11 um 11:18

    @Beobachter

    Was soll man sonst von Ihnen denken ? Sie schreiben so permanent negativ über die GDL, erlauben sich Meinungen über die Qualifikation einens Berufes zu äußern (den Sie anscheinend gar nicht kennen), Zitieren aus Tarifvertägen die nur einem Gewerkschaftsmitglied der EVG zugänglich sind und soweiter. Es drängt sich schon sehr der Verdacht auf.


  40. Jefferson
    22.06.11 um 11:37

    @ Arbeitnehmer:

    Ja, da kann ich dir nur zustimmen, dass erscheint schon sehr eigenartig.

    Wobei das Problem aber auch an der GDL liegt, sie betreibt viel zu wenig öffentliche Arbeit. Sprich: Sie informiert die Pendler zu wenig darüber um was es eigentlich geht, die EVG hingegen sowie die Arbeitgeber nutzen jede Gelegenheit um die GDL als die Bösen dastehen zu lassen!

    Also die meisten die sich nicht mit den Streiks beschäftigen denken es geht der GDL nur um’s Geld und nicht primär um die Arbeitsbedingungen.


  41. Berufspendler
    22.06.11 um 12:40

    wieder mal perfide ausbaldowert, von der Kaderleitung der Streikzentrale:

    – mit dem Auto zur Arbeit über die Elbe, geht nicht: wg. Baustellen.
    – wer’s trotzdem schafft, wird in HH auf den Parklplätzen abgezockt.
    – viele können gar dem Streik gar nicht ausweichen, weil es keine Alternativen gibt.

    Hauptbetroffene sind wieder mal die, die sich überhaupt nicht wehren können, die weder die Ausgabe für die Monatskarte erstattet kriegen und sich kein KFZ leisten können: Arbeitnehmer, Schüler, Arbeitslose.

    Klasse und das alles inszeniert von der Interesenvertretung einer winzigen Splittergewerkschaft, die sich mächtig stark fühlt, weil sie den Knüppel – pardon den Hebel wieder so ansetzt, das möglichst viele Wehrlose gearscht werden. Von den GFunktionärsfuzzies lässt sich keiner an den Bahnhöfen sehen, um von der eigentlichen Kundschaft ein Feedback einzuholen.

    Ich schlage vor,mit voller Kraft in die Entwicklung von Technik für fahrerlose Zügen zu investieren. Da weiss man was man hat. Dann können die Lokführer so lange zu Hause bleiben, wie es ihnen passt. Und die Funktionäre lassen sich pensionieren und genießen ihre sicher fürstlichen Ruhestandsbezüge.

  42. Hallo, mE. verhalten sich beide seiten aüßerst kindisch.
    Auf meine Anfrage nach Ende des Streiks und wer für ev. Mehrkosten
    aufkommt, keine Antwort von der Metronom.Fahrkarten habe ich schon seit geraumer Zeit beim Kauf einer Konzertkarte.

    Nun muß ich allso sehen, wie ich nach Hamburg komme.

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