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Schranke am Bahnübergang abgefahren

06.01.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Am Morgen des 4. Januar kam es in Stollberg im Erzgebirge zu einem Unfall an einem Bahnübergang. Gegen 10:15 fuhr ein LKW auf den Bahnübergang auf der Hohensteiner Straße in Stollberg. Da sich aber vor ihm bereits ein Stau gebildet hatte, musste er direkt auf dem Bahnübergang anhalten. In diesem Moment begannen sich die Schranken für einen Zug zu senken.

Der LKW-Fahrer fuhr daher, um einen Zusammenprall zu vermeiden, in die geschlossene Schranke und konnte den Gefahrenraum nur so verlassen. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet. Bis zur Behebung des Defektes wird der fragliche Bahnübergang durch Sicherungsposten der DB Netz AG bedient.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass das Befahren von Bahnübergängen nur dann gestattet ist, wenn vor dem Befahren eine unverzügliche Räumung gewährleistet werden kann. Ansonsten müssen andere Verkehrsteilnehmer auch vor einem geöffneten Bahnübergang warten.

Weiterhin ist es gerade in der jetzigen Wettersituation mehr als sonst erforderlich, schon rechtzeitig vor Annäherung an einen Bahnübergang die Geschwindigkeit zu verringern, um auch bei glatten Fahrbahnverhältnissen rechtzeitig vor dem Gefahrenraum anhalten zu können.

Ein Kommentar


  1. Jürgen E.
    06.01.11 um 19:01

    Es ist dem LKW-Fahrer strafmilndernd anzurechnen, dass er den Bahnübergang auch unter Beschädigung der Schranke geräumt hat. Davon unberührt bleibt die Vorschrift der StVO, dass in Kreungsbereiche nicht eingefahren werden darf, wenn sie nicht unverzüglich geräumt werden können. Das trifft auch für ganz simple Straßenkreuzungen zu ;), aber kaum jemand hält sich daran.

    Und daher bin ich froh, dass dieser LKW-Fahrer seinen Fehler erkannt und korrigiert hat, um Schlimmeres zu verhindern.

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