Nadine Gottschalk wechselt nach Mainz
19.08.26 (Rheinland-Pfalz) Autor:Stefan Hennigfeld
Die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) bekommt zum Jahreswechsel eine neue Technische Geschäftsführerin. Nadine Gottschalk übernimmt die Position zum 1. Januar 2027 und folgt auf Jochen Erlhof, der nach 25 Jahren im Unternehmen in den Ruhestand tritt. Gemeinsam mit dem Kaufmännischen Geschäftsführer Florian Wiesemann, der seit Juni 2024 im Amt ist, wird sie künftig die Geschäfte der MVG führen.
Gottschalk ist derzeit Bereichsleiterin Betrieb und Prokuristin bei der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG). Zuvor war sie sieben Jahre in verschiedenen Führungspositionen bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und der Internationalen Omnibusbahnhof-Betreibergesellschaft (IOB) tätig. Insgesamt verfügt sie über mehr als 25 Jahre Erfahrung im öffentlichen Nahverkehr.
In Berlin verantwortete Gottschalk als Geschäftsführerin der IOB den Betrieb des Zentralen Omnibusbahnhofs und dessen umfangreiche Modernisierung während des laufenden Betriebs. Bei der BVG leitete sie als Abteilungsleiterin Fahrbetrieb rund 3.500 Mitarbeiter an sechs Standorten. Zu ihren Aufgaben gehörte dort auch die Einführung einer modernen Elektrobusflotte.
Neben ihrer Managementerfahrung kennt sie den Fahrbetrieb auch praktisch: Sie besitzt eine Fahrerlaubnis für Busse sowie eine Fahrberechtigung für Straßenbahnen in Kassel.
Mit dem Wechsel nach Mainz übernimmt Gottschalk die technische Geschäftsführung in einer Phase, in der bei der MVG mehrere größere Aufgaben anstehen. Dazu zählen nach Angaben des Unternehmens die Stabilisierung und Digitalisierung der betrieblichen Prozesse, die Modernisierung des Betriebshofs sowie die langfristige Sicherung der Verkehrsinfrastruktur. Auch die weitere Entwicklung eines zuverlässigen und klimafreundlichen Nahverkehrs gehört zu den Aufgaben der neuen Geschäftsführung. Gottschalk soll dabei eng mit Wiesemann zusammenarbeiten.
Die MVG beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter und betreibt den öffentlichen Nahverkehr in Mainz. Die neue Technische Geschäftsführerin sieht ihre Aufgabe darin, gemeinsam mit der Belegschaft die Mobilitätsangebote weiterzuentwickeln und den Betrieb zuverlässig aufzustellen.
Die Berufung erfolgt mit deutlichem Vorlauf. Gottschalk bleibt bis zum Jahresende in ihrer derzeitigen Funktion in Kassel und wechselt zum 1. Januar 2027 nach Mainz. Erlhof wird im Laufe des Jahres 2027 nach einem Vierteljahrhundert bei der MVG in den Ruhestand gehen. Mit der frühzeitigen Nachfolgeregelung soll ein geordneter Übergang in der technischen Geschäftsführung ermöglicht werden.
Für die MVG bedeutet der Wechsel zugleich Kontinuität und einen personellen Neuanfang. Während Wiesemann die kaufmännische Geschäftsführung bereits seit gut zwei Jahren verantwortet, bringt Gottschalk vor allem Erfahrung aus dem operativen Verkehrsbetrieb, aus Modernisierungsprojekten und aus der Führung großer Organisationseinheiten mit, auch im Hinblick auf die Vorhaben in Mainz.