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Knorr-Bremse: Zahlen sind gestiegen

11.08.26 (Allgemein) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Knorr-Bremse AG hat im ersten Halbjahr 2026 Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gesteigert. Der Hersteller von Bremssystemen und weiteren technischen Ausrüstungen für Schienenfahrzeuge und Nutzfahrzeuge profitierte dabei sowohl von einer anhaltend hohen Nachfrage als auch von einer verbesserten Kostenstruktur. Besonders das zweite Quartal entwickelte sich nach Unternehmensangaben sehr erfolgreich und trug maßgeblich zum positiven Halbjahresergebnis bei.

Der Auftragseingang lag in den ersten sechs Monaten des Jahres mit rund 4,43 Milliarden Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Gleichzeitig wuchs der Auftragsbestand um 7,7 Prozent auf den neuen Rekordwert von rund 7,89 Milliarden Euro. Damit verfügt das Unternehmen nach eigenen Angaben über eine solide Grundlage für die weitere Geschäftsentwicklung.

Der Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr von rund 3,96 Milliarden Euro auf 4,08 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 3,1 Prozent. Währungsbereinigt fiel das Wachstum mit 2,6 Prozent etwas geringer aus. Beide Unternehmensbereiche – Rail und Truck – konnten zum Umsatzanstieg beitragen.

Besonders deutlich verbesserte sich die Ertragskraft des Unternehmens. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,7 Prozent auf 566 Millionen Euro. Gleichzeitig stieg die operative EBIT-Marge von 12,6 auf 13,9 Prozent. Im besonders starken zweiten Quartal erreichte sie mit 14,2 Prozent bereits den Wert, den Knorr-Bremse im Rahmen seines Strategieprogramms „BOOST“ ursprünglich erst bis Ende 2026 erreichen wollte.

Nach Unternehmensangaben entwickelte sich die Sparte Rail weiterhin dynamisch und konnte ihr organisches Wachstum nochmals beschleunigen. Gleichzeitig erzielte sie eine hohe Profitabilität. Die Truck-Division profitierte vor allem von einer verbesserten Kostenstruktur sowie einer wieder anziehenden Nachfrage. Höhere Umsätze wirkten sich dort zusätzlich positiv auf das Ergebnis aus.

Auch beim freien Cashflow verzeichnete Knorr-Bremse einen deutlichen Zuwachs. Im ersten Halbjahr stieg dieser von 160 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 294 Millionen Euro. Im zweiten Quartal allein lag der freie Cashflow bei 262 Millionen Euro. Als Gründe nennt das Unternehmen neben der guten operativen Entwicklung insbesondere Verbesserungen beim Working Capital.

Knorr-Bremse sieht sich mit den vorgelegten Zahlen auf Kurs, die Ziele des Strategieprogramms „BOOST“ zu erreichen. Das Unternehmen verweist darauf, in den vergangenen Jahren seine Strukturen vereinfacht, die Effizienz erhöht und die Profitabilität gesteigert zu haben. Auf dieser Grundlage soll nun die nächste Entwicklungsphase unter dem Titel „Growth Beyond“ folgen. Bis zum Jahr 2030 strebt Knorr-Bremse einen Konzernumsatz von rund zehn Milliarden Euro sowie eine operative EBIT-Marge von etwa 16 Prozent an und will damit seinen Wachstumskurs fortsetzen.

Foto: Knorr-Bremse AG

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