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CDU fordert mehr KI für Sicherheit im VRR

07.08.26 (VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Die CDU-Fraktion in der Verbandsversammlung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) will den Einsatz künstlicher Intelligenz zur Verbesserung der Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr vorantreiben. Mit einem Antrag für den Verwaltungsrat der VRR AöR fordert sie, die laufenden Pilotprojekte zur KI-gestützten Videoanalyse auszuwerten und Möglichkeiten für einen breiteren Einsatz der Technik zu prüfen.

Im Mittelpunkt stehen die derzeitigen Erprobungen bei den Dortmunder Stadtwerken und der Düsseldorfer Rheinbahn. Die Verwaltung soll über den Stand der Projekte berichten und deren Wirksamkeit, technische Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit sowie die datenschutzrechtlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen bewerten. Ziel ist es, Erkenntnisse für einen möglichen verbundweiten Einsatz zu gewinnen.

Darüber hinaus soll untersucht werden, welche Förderprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen, des Bundes oder der Europäischen Union für die Einführung entsprechender Systeme genutzt werden können. Nach Auffassung der CDU sollen auch weitere Verkehrsunternehmen im VRR bei der Einführung der Technik unterstützt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt des Antrags ist die Verknüpfung der Videoanalyse mit den Leitstellen der Verkehrsunternehmen. Künstliche Intelligenz soll Gefahrensituationen wie körperliche Auseinandersetzungen, Bedrohungen oder andere sicherheitsrelevante Ereignisse automatisch erkennen und Sicherheitskräfte unmittelbar informieren. Darüber hinaus regt die CDU an zu prüfen, ob – soweit technisch und rechtlich zulässig – automatisierte Lautsprecherdurchsagen ausgelöst werden können, um Fahrgäste frühzeitig zu informieren und Konflikte zu entschärfen.

Die Fraktion sieht darüber hinaus Einsatzmöglichkeiten beim Schutz der kritischen Infrastruktur. KI-gestützte Videoanalyse könne helfen, Graffiti, Vandalismus oder andere Sachbeschädigungen an Fahrzeugen, Betriebshöfen und Abstellanlagen frühzeitig zu erkennen. Sicherheitsdienste oder Polizei könnten dadurch schneller alarmiert und Schäden reduziert werden.

In der Begründung verweist die CDU darauf, dass der öffentliche Nahverkehr Teil der kritischen Infrastruktur sei und moderne Technologien einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit von Fahrgästen und Mitarbeitern leisten könnten. Die Systeme seien inzwischen in der Lage, sicherheitsrelevante Situationen in Echtzeit zu erkennen und Einsatzkräfte gezielt zu unterstützen.

Gleichzeitig betont die Fraktion, dass die Technik keine Sicherheitsmitarbeiter ersetzen solle. Vielmehr gehe es darum, deren Arbeit durch schnellere Erkennung von Vorfällen und kürzere Reaktionszeiten zu ergänzen.

Der Verwaltungsrat soll zudem regelmäßig über den Fortgang der Pilotprojekte und über weitere technische Entwicklungen informiert werden. Die CDU sieht in der künstlichen Intelligenz ein Instrument, um sowohl die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr als auch den Schutz der Infrastruktur weiter zu verbessern. Dafür will sie nun zunächst die Ergebnisse der Pilotprojekte abwarten.

Foto: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

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