Die Digitalisierung der Eisenbahn wird in Deutschland mit Milliardenbeträgen vorangetrieben. ETCS, digitale Stellwerke und moderne Leit- und Sicherungstechnik sollen mehr Kapazität, höhere Zuverlässigkeit und einen effizienteren Betrieb ermöglichen. Doch was nützt die modernste Technik, wenn ihre Inbetriebnahme an Verfahren hängt, die aus einer anderen technischen Epoche stammen?
Archiv für 13. August 2026
TÜV-Verband fordert neue Prüfverfahren
13.08.26 (Verkehrspolitik) Autor:Stefan Hennigfeld
Die Digitalisierung der Eisenbahninfrastruktur stellt nicht nur technische, sondern auch regulatorische Anforderungen. Mit dem Ausbau von ETCS, digitalen Stellwerken und vernetzten Leit- und Sicherungssystemen verändert sich auch die Art, wie sicherheitsrelevante Anlagen geprüft, anerkannt und zugelassen werden. Der TÜV-Verband fordert deshalb eine grundlegende Modernisierung der bestehenden Verfahren für Signal-, Telekommunikations- und elektrotechnische Anlagen, sogenannte STE-Anlagen.
VDV fordert offene Fahrzeugdaten
13.08.26 (Verkehrspolitik) Autor:Stefan Hennigfeld
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) fordert einen einheitlichen und herstellerunabhängigen Zugang zu Fahrzeugdaten bei Linienbussen. Hintergrund ist, dass Verkehrsunternehmen zunehmend Flotten mit Fahrzeugen verschiedener Hersteller betreiben. Proprietäre Cloud-Lösungen und unterschiedliche technische Schnittstellen verursachten dabei nach Einschätzung des Verbandes einen hohen Integrations- und Wartungsaufwand.
eezy.nrw vereinfacht Mitnahme
13.08.26 (Nordrhein-Westfalen) Autor:Stefan Hennigfeld
Der elektronische Tarif eezy.nrw ist mit einem Update benutzerfreundlicher geworden. Künftig müssen Fahrgäste bei der Mitnahme weiterer Personen keine personenbezogenen Daten mehr eingeben. Erwachsene und Kinder können vor Fahrtbeginn über ein Plus-Symbol gemeinsam eingecheckt werden. Auch die Mitnahme eines Fahrrads lässt sich auf diesem Weg buchen.
Rheinbahn erweitert Zugbeeinflussung
13.08.26 (VRR) Autor:Stefan Hennigfeld
Die Düsseldorfer Rheinbahn AG hat auf der Stadtbahnstrecke nach Holthausen eine neue Koppelspule für das Zugbeeinflussungssystem ZUB installiert. Die Technik soll die Sicherheit im Fahrbetrieb erhöhen und ist Bestandteil der „Sicherheitsstrategie 2030“ des kommunalen Unternehmens der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Sie ermöglicht eine berührungslose Kommunikation zwischen Strecke und Fahrzeug und überwacht unter anderem die Einhaltung zulässiger Geschwindigkeiten.
Darmstadt prüft Tramausbau
13.08.26 (Hessen) Autor:Stefan Hennigfeld
Die Planungen für mögliche Straßenbahnverlängerungen von Darmstadt nach Weiterstadt sowie nach Roßdorf und Groß-Zimmern werden fortgesetzt. Nach ersten Berechnungen gehen die Projektpartner HEAG mobilo und DADINA davon aus, dass beide Vorhaben grundsätzlich mit Bundes- und Landesmitteln förderfähig sein könnten. Nun sollen weitere Varianten geprüft und offene Fragen geklärt werden.