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ÖPNV-Investitionen in Leipzig

09.06.26 (Sachsen) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Freistaat Sachsen investiert weiter in einen effizienten und zuverlässigen öffentlichen Personennahverkehr in Leipzig. Dafür übergab Staatssekretär Sören Trillenberg vom Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung einen Fördermittelbescheid in Höhe von mehr als 1,1 Millionen Euro an die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB).

Das Projekt wird mit Mitteln der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie mit Mitteln des Freistaates Sachsen zu insgesamt 75 Prozent gefördert. Gemeinsam mit der Stadt Leipzig investieren die LVB in den Umbau von Ampelanlagen zur Erhöhung des Fahrgastkomforts.

„Guter ÖPNV entscheidet sich im Alltag: Kommt die Bahn pünktlich, gibt es einen raschen und zuverlässigen Anschluss, komme ich verlässlich zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt? Genau hier setzt das Projekt der Leipziger Verkehrsbetriebe an. Mit intelligenter Ampelsteuerung kommen Busse und Bahnen besser durch den Stadtverkehr. Das macht den ÖPNV verlässlicher, nutzt den vorhandenen Straßenraum klüger und hilft, das System langfristig bezahlbar zu halten. Das ist Digitalisierung mit direktem Nutzen für die Menschen in Leipzig. Dafür ergänzt der Freistaat die Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung mit Landesmitteln“, so Sören Trillenberg (parteilos), Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung.

Bis zum Projektende Ende 2028 wollen die Leipziger Verkehrsbetriebe gemeinsam mit der Stadt Leipzig Ampelanlagen entlang wichtiger Verkehrskorridore und Hauptachsen von Straßenbahnlinien modernisieren. Im Mittelpunkt steht dabei die korridorbezogene Beschleunigung des ÖPNV durch eine bedarfsgerechte Steuerung der Anlagen.

So sollen künftig nicht mehr einzelne Knotenpunkte, sondern ganze Straßenzüge optimiert werden, damit Straßenbahnlinien auf längeren Abschnitten beschleunigt verkehren können. Ziel ist es, die Ampelanlagen mit dem rechnergesteuerten Betriebsleitsystem der LVB zu verknüpfen. Dadurch soll eine stärkere Vernetzung der Verkehrsträger ermöglicht, die Attraktivität des ÖPNV gesteigert sowie intelligente Echtzeit-Verkehrssteuerungssysteme ausgebaut und in das Gesamtsystem integriert werden. Vorgesehen sind Maßnahmen unter anderem in der Prager Straße und in der Könneritzstraße.

„Durch die Beschleunigung ganzer Streckenabschnitte sollen sich die Fahrzeiten für unsere Fahrgäste verringern und der ÖPNV attraktiver werden. So werden Fahrzeugreserven entlastet, der Betrieb wirtschaftlicher und energieeffizienter. Das nützt den Fahrgästen, dem Klima und der Stadt Leipzig insgesamt“, sagt Sandy Brachmann, Prokuristin und Bereichsleiterin Marketing der Leipziger Verkehrsbetriebe.

Ein weiterer Baustein des Projekts ist der Einsatz von Fahrerassistenzsystemen zur energieeffizienten Betriebsführung. Bereits in einem früheren Projekt entwickelten die LVB die sogenannte Halteplatzprognose. Das Vorläuferprojekt wurde mit Bundesmitteln sowie ergänzenden Landesmitteln finanziert.

Foto: Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH

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