Verbandsversammlung Neckar-Alb
05.05.26 (Baden-Württemberg) Autor:Stefan Hennigfeld
Die Verbandsversammlung des Zweckverbands Regional-Stadtbahn Neckar-Alb treibt Planung und Umsetzung der Regional-Stadtbahn weiter konsequent voran. Dies war das wichtigste Thema der heutigen Sitzung in Dußlingen im Landkreis Landkreis Tübingen.
In den vergangenen Monaten wurden mit der Einführung des Halbstundentakts auf der Ermstalbahn, der Finanzierungsvereinbarung für die Obere Neckarbahn und dem Abschluss der Vorplanung rund um Reutlingen entscheidende Projektmeilensteine erreicht. Die nächsten wichtigen Schritte wie der Baubeschluss für den Betriebshof und der Abschluss einer Planungs- und Finanzierungsvereinbarung für die Zollern-Alb-Bahn stehen unmittelbar bevor. Besonders erfreulich: Alle Planungen liegen weiterhin im vorgesehenen Kostenrahmen.
Nach Streckenkilometern und Investitionsvolumen ist die Deutsche Bahn mit ihrer Infrastrukturtochter DB InfraGo der wichtigste Partner des Zweckverbands im Projekt Regional-Stadtbahn Neckar-Alb. Rund 114 Kilometer des insgesamt 200 Kilometer langen Zielnetzes werden von DB InfraGo betrieben und instandgehalten.
Die Deutsche Bahn ist damit auch zuständig für die geplanten Ausbauten und Elektrifizierungsmaßnahmen auf diesen Strecken – darunter die Zollern-Alb-Bahn, die Obere Neckarbahn sowie der Umbau der Knotenbahnhöfe in Reutlingen und Tübingen an der Neckar-Alb-Bahn. Derzeit werden zwischen Bahn, Land und Zweckverband die erforderlichen Finanzierungsvereinbarungen und Zeitpläne konkretisiert.
„Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn zahlt sich aus und trägt Früchte. Gemeinsam bringen wir die Schieneninfrastruktur der Region entscheidend voran“, erklärte Eugen Höschele. Über die Vereinbarung zum Ausbau der Zollern-Alb-Bahn wollen die Vertragspartner zeitnah informieren.
Auch die Reaktivierung der Talgangbahn durch die SWEG Schienenwege GmbH verläuft weiterhin planmäßig. Die Verkehrsanlagenplanung und die weiteren Vorbereitungen für die Planfeststellung sind in vollem Gange. Zweckverband und SWEG stehen dabei mit den Akteuren vor Ort in engem Austausch.
Nach dem erfolgreichen Start des Halbstundentakts auf der Ermstalbahn im Dezember 2025 liegt der Fokus nun auf dem Abschluss der Baumaßnahmen und der Inbetriebnahme der neuen Infrastruktur entlang der Neckar-Alb-Bahn. Auch die Planung für den RSBNA-Betriebshof auf dem Gelände des ehemaligen Container- und Güterbahnhofs in Reutlingen hat die nächste Phase erreicht: Die Gleisplanung konnte inzwischen abgeschlossen und bestätigt werden.
Mit der formalen Bildung einer „Gruppe von Behörden“ hat die Verbandsversammlung zudem eine Voraussetzung für den späteren Betrieb auf den insgesamt zehn Linien der Regional-Stadtbahn geschaffen.