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Erster ICE-L auf Sylt getauft

27.05.26 (Fernverkehr, Schleswig-Holstein) Autor:Stefan Hennigfeld

Erstmals wurde ein Zug der jüngsten ICE-Generation getauft – auf den Namen „Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“. An der Taufzeremonie im Bahnhof Westerland anlässlich der offiziellen Betriebsaufnahme des ICE L zwischen Westerland und Hamburg nahmen Ute Plambeck, Konzernbevollmächtigte der Deutsche Bahn AG, Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) sowie Franziska Junge, Leiterin des Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, teil. Der Zug wurde stilecht mit Nordseewasser getauft.

Ute Plambeck sagte: „Die heutige Taufe steht symbolisch für die Verbindung von hohem Reisekomfort und Naturschutz. Das Wattenmeer ist Weltnaturerbe, ein einzigartiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten und Sinnbild für unberührte Natur – und als Fahrtziel-Natur-Gebiet künftig noch besser mit dem ICE L erreichbar. Unser neuester Zug bietet mit dem stufenlosen Einstieg, dem neuen Innendesign, viel Platz für Familien und verbessertem Mobilfunkempfang zahlreiche spürbare Verbesserungen für unsere Fahrgäste.“

Am 1. Mai ist der reguläre Betrieb zwischen Westerland und Hamburg mit zwei Zugpaaren gestartet. Am 14. Juni soll es wieder eine Direktverbindung zwischen Westerland und Berlin mit dem ICE L geben. Am 11. Juli folgt der Einsatz auf weiteren touristischen Verbindungen von Frankfurt am Main über Gießen sowie von Cologne über Münster nach Westerland.

Das neue Innenraumdesign mit neuen Farben und Materialien sorgt zusammen mit den kürzeren Wagen im ICE L für ein angenehmes, wohnliches Raumgefühl. Hinzu kommt eine tageszeitabhängige Lichtsteuerung. Außerdem gibt es viel Platz für Gepäck. Die 562 Sitze des Zuges sind eine komplette Neuentwicklung, bei der mehr als 1.600 Testpersonen eingebunden waren. Die Sitze verfügen an allen Plätzen über Steckdosen sowie bei den Reihensitzen über Klapptische und Tablet-Halter.

Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen erklärte: „Von diesem neuen Zug profitieren nicht nur Sylt-Gäste, sondern auch Urlauber in Büsum, Bad St. Peter-Ording und auf den anderen nordfriesischen Inseln. Die direkte Kurswagenanbindung des Fährhafens Dagebüll ist dadurch zwar weggefallen, doch dafür haben wir zwischen Niebüll und Dagebüll einen optimalen Pendelverkehr bestellt, sodass in Niebüll zu jedem ICE ein Anschlusszug nach Dagebüll bereitstehen wird.“

Die Fensterscheiben des ICE L lassen Mobilfunksignale direkt und ohne Umwege über Repeater in das Wageninnere. Diese Technologie sorgt für einen deutlich verbesserten Mobilfunkempfang im Zug. Neue Reservierungsanzeigen mit farbigen LED-Leuchten informieren auf einen Blick über reservierte und freie Sitzplätze.

Franziska Junge sagte: „Die Zugtaufe auf den Namen ‚Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer‘ ist für uns eine besondere Würdigung dieses einzigartigen Naturraums, den wir seit vierzig Jahren schützen. Unser Wattenmeer ist ein Hotspot der Biodiversität.“

Foto: Deutsche Bahn AG / Dirk Wittmann

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