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Zehn Jahre ENNO

23.01.26 (Niedersachsen) Autor:Stefan Hennigfeld

Seit zehn Jahren fahren die bekannten ENNO-Züge durch die Region. Sie sind auf den Strecken Wolfsburg – Hannover und Wolfsburg – Braunschweig – Hildesheim unterwegs, mit einer hohen Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. ENNO steht für das Elektronetz Niedersachsen Nordost. Es ist kein eigenständiges Eisenbahnverkehrsunternehmen, sondern der Metronom betreibt das Netz im anthrazit-verkehrspurpurnen Design. Nach zehn Jahren wurde nun ein neuer Verkehrsvertrag fällig – die Vergabe konnte erneut der Metronom für sich entscheiden.

Matthias Wunderling-Weilbier (SPD), Staatssekretär im niedersächsischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium: „Es ist gut zu wissen, dass es auf den Schienen in Niedersachsen zahlreiche Erfolgsgeschichten gibt. Diese ist eine. In der Zusammenarbeit von Regionalverband, der Landesnahverkehrsgesellschaft, der Region Hannover und dem Eisenbahnunternehmen Metronom wurde vor gut zehn Jahren die Basis für eine sehr gut funktionierende und beliebte Bahnverbindung geschaffen.

Mit dem neuen Vertrag wird sie für die nächsten 13 Jahre mit bewährter Mannschaft und in bewährter Qualität fortgesetzt. Auch wenn das Streckennetz ein vergleichbar kleines ist, verbindet es wichtige Großstädte Niedersachsens und strahlt auf das ganze Land aus. Ich wünsche allen Beteiligten auch für die nächsten 13 Jahre Erfolg, Zuverlässigkeit und viele zufriedene Fahrgäste.“ Der neue Verkehrsvertrag läuft bis 2038. Es sind weitere Neuerungen geplant.

So sollen vom nächsten Fahrplanwechsel im Dezember an, erste Züge bis nach Elze in Richtung Weserbergland durchfahren. Montags bis freitags fahren dann morgens und nachmittags in beide Richtungen jeweils drei Züge zwischen Hildesheim und Elze. In Elze ergeben sich gute Umstiegsmöglichkeiten zur Nord-Süd-Strecke nach Göttingen, deshalb ist diese Durchbindung von Interesse. Bereits seit dem vorigen Dezember fahren mehr Züge auf der Strecke RE 50 zwischen Hildesheim und Braunschweig und dann ohne Umstieg weiter nach Wolfsburg.

Detlef Tanke, Verbandsvorsitzender des Regionalverbandes Braunschweig erinnerte daran, dass der Verband mit der Zusammenarbeit mit dem privatwirtschaftlichen Eisenbahnunternehmen Neuland betreten habe. Neu war damals auch, dass der Verband über seine eigens gegründete Tochtergesellschaft die Fahrzeuge gekauft hat und diese an das Unternehmen vermietet. „Damit haben wir es möglich gemacht, dass sich privatwirtschaftliche Verkehrsunternehmen auf die europaweite Ausschreibung überhaupt bewerben konnten. Und wir sehen, das war richtig so. Inzwischen haben wir weitere fünf Fahrzeuge beim Hersteller Alstom in Salzgitter bestellt, sie sollen Ende dieses Jahres ausgeliefert werden. Damit bringen wir noch mehr Stabilität ins Netz.“

Foto: metronom Eisenbahngesellschaft mbH / Florian Danker

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