ÖBB meldet Bewerberrekord
30.01.26 (Österreich) Autor:Stefan Hennigfeld
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) verzeichnen im vergangenen Jahr einen Bewerberrekord: Insgesamt 140.000 Bewerbungen sind eingegangen, das sind rund 20.000 mehr als im Jahr 2024. 5.439 neue Mitarbeiter wurden eingestellt, darunter 760 Auszubildende – ebenfalls ein neuer Rekord. Ein entscheidender Faktor für das große Interesse ist die Sicherheit in Sachen Arbeitsplatz. In einer aktuellen Marktforschungsstudie gaben 64 Prozent der Befragten an, dass ihnen ein sicherer Arbeitsplatz wichtiger ist als überdurchschnittliche Bezahlung.
ÖBB CEO Andreas Matthä sagt dazu: „Dass sich Menschen vor allem nach Jobsicherheit sehnen, ist ein deutlicher Stimmungsumschwung. Sicherheit ist nicht langweilig, Sicherheit ist modern. Und genau hier weisen wir bei den ÖBB unsere größten Stärken aus.“ Neben Stabilität bieten die ÖBB ihren Mitarbeiter:innen Entwicklungsmöglichkeiten und zeitgemäße Benefits. Dazu zählen flexible Arbeitszeitmodelle, betriebliche Kinderbetreuung, Unterstützung für pflegende Angehörige, vielfältige Karrierechancen sowie Vorteile wie ÖBB Wohnungen.
Ein besonderer Fokus liegt auch auf der langfristigen Mitarbeiterbindung und -entwicklung: Strukturierte Onboarding-Programme, gezieltes Wissensmanagement und umfangreiche Gesundheitsangebote sorgen dafür, dass neue Kollegen nicht nur gewonnen, sondern nachhaltig gehalten werden. Dass die ÖBB ein attraktiver Arbeitgeber sind, spiegelt sich in der IFES-Arbeitgeberstudie wider. Von 2015 bis 2025 kletterten die ÖBB von Platz 14 der attraktivsten Arbeitgeber auf Platz 4.
„Eine langfristige Jobaussicht, die verlässliche und pünktliche Bezahlung und vielfältige Weiterentwicklungsmöglichkeiten machen die ÖBB zu einem der attraktivsten Arbeitgeber des Landes. Wir bieten nicht nur sichere Arbeitsplätze, sondern echte Zukunftsperspektiven für Menschen, die gemeinsam die Mobilität von morgen gestalten und etwas bewegen wollen.“ betont Andreas Matthä. Die Krisensicherheit der Branche zeigt sich in den laufenden Infrastrukturprojekten und Investitionen der ÖBB.
Ein Beispiel ist das Jahrhundertprojekt Koralmbahn, das bereits in den ersten zwei Wochen nach der Eröffnung von 160.000 Fahrgästen genutzt wurde. Für 2026 sind Investitionen von rund 3,3 Milliarden Euro in den Ausbau einer modernen Bahninfrastruktur geplant. Das zeigt, dass nicht nur die Bahn wächst, sondern auch das Interesse der Menschen, aktiv Teil davon zu werden. Mit den laufenden Investitionen stützen und sichern die ÖBB auch die heimische Wirtschaft und bilden das logistische Rückgrat Österreichs.
Mit mehr als 48.000 Beschäftigten, davon rund 42.600 im Inland, zählen die ÖBB nicht nur zu den attraktivsten, sondern auch zu den größten Arbeitgebern Österreichs. Der laufende Generationenwechsel, bei dem bis 2030 ein großer Teil der geburtenstarken Boomer-Generation in den Ruhestand geht, führt dazu, dass jährlich rund 4.000 neue Mitarbeiter gesucht werden – und man gleichzeitig die Fluktuation senken muss.
Foto: ÖBB / Lukas Leonte