Neuer Knoten Dresden-Cotta
16.01.26 (Sachsen) Autor:Stefan Hennigfeld
In Dresden-Cotta begannen letzte Woche offiziell die Bauarbeiten für einen zentralen Verkehrsknoten im Dresdner Westen: Die Deutsche Bahn startet mit dem Ersatzneubau der Eisenbahnüberführung an der Hamburger Straße sowie mit dem Bau eines neuen, barrierefreien Haltepunkts Dresden-Cotta. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden ist zudem der grundlegende Ausbau der Hamburger Straße geplant. Bahn, Straßenbahn, Rad- und Autoverkehr sollen dadurch jeweils leistungsfähiger und gut miteinander verknüpft werden.
Ulrich Mölke, Projektleiter bei der DB: „Mit dem gemeinsamen Projekt in Dresden-Cotta leisten wir einen wichtigen Beitrag für eine zukunftsfähige und nachhaltige Mobilität in Dresden. Durch die Verbindung des Haltepunktes vom Regionalverkehr mit der Haltestelle für die Straßenbahn unter der Eisenbahnbrücke entsteht ein neuer Verknüpfungspunkt für den öffentlichen Verkehr. Wir schaffen mehr Platz für den Straßenverkehr, bauen den Knotenpunkt komplett barrierefrei aus und verlängern die Bahnsteige für modernere Züge. Die Leistungsfähigkeit der gesamten Infrastruktur wird verbessert. Wir freuen uns auf dieses Projekt.“
Dresdens Baubürgermeister Stephan Kühn (Bündnis 90 / Die Grünen): „Diese Baumaßnahme ist ein wichtiger Lückenschluss für den Radverkehr und auf Bundesstraße und Autobahnzubringer verschwindet das letzte Stück Holperpflaster für täglich rund 20.000 Kfz. Zugleich entsteht eine wichtige neue Verknüpfung des öffentlichen Nahverkehrs. Neben den Verbesserungen für alle Verkehrsarten, freue ich mich auch über den besseren Lärmschutz, der mit der Baumaßnahme hier im Stadtteil erreicht wird.“
Die bestehende Eisenbahnbrücke musste bereits 2015 aufgrund ihres schlechten baulichen Zustands durch ein Provisorium ersetzt werden. Nun errichtet die Deutsche Bahn einen modernen Neubau aus Stahlbeton. Die neue Brücke wird breiter als zuvor und ermöglicht höhere Geschwindigkeiten auf der Bahnstrecke. Gleichzeitig wird es mehr Raum unter der Brücke geben – mit mehr Platz für Fußgänger, Rad- und Autoverkehr sowie die Straßenbahn.
DVB-Infrastruktur-Bereichsleiter Sandro Zimmermann: „Mit der Neugestaltung der Hamburger Straße entsteht nicht nur ein attraktiver Verknüpfungspunkt zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln des ÖPNV in Dresden. Wir können im Zuge dieser Baumaßnahme auch unsere Gleistrasse begradigen und damit den Verschleiß senken und das Tempo erhöhen. Natürlich ist dieser Abschnitt dann mit seinem erweiterten Gleisabstand auch mit unseren breiteren Stadtbahnwagen befahrbar.“
Direkt unter der Brücke entsteht eine neue Straßenbahnhaltestelle, der neue Haltepunkt Dresden-Cotta bindet den Stadtteil künftig an die geplante S-Bahn-Linie S6 im Dresdner Westen an. Fahrgäste profitieren von kürzeren Wegen und besseren Anschlüssen. Neben dem Brücken- und Haltestellenbau wird auch die Hamburger Straße für einen sicheren Straßenverkehr grundlegend umgestaltet.
Foto: DB InfraGo AG