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VVO: Zwanzig Jahre P+R in Priestewitz

01.12.25 (Sachsen) Autor:Stefan Hennigfeld

In der letzten Woche hat der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) das zwanzigjährige Bestehen der Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof Priestewitz im Landkreis Meißen gefeiert. „Die Bilanz der Übergangsstelle in Priestewitz zeigt, dass das Angebot gut genutzt wird“, sagt Lutz Auerbach, Leiter der Verkehrsabteilung im VVO. „Seit ihrer Einweihung haben die Fahrgäste, die hier das Auto stehen lassen und in den Zug umsteigen, rund 770.000 PKW-Fahrten gespart.“

Die Anlage bietet insgesamt 103 kostenfreie PKW-Stellplätze für Berufspendler an. Im Herbst 2024 wurde die Anlage mit Parksensoren ausgestattet, so dass die aktuelle Belegung der Stellplätze auch online geprüft werden kann. Zudem sind 84 Bike+Ride-Plätze in einem extra Gebäude, geschützt vor Wind und Wetter, verfügbar. In Priestewitz halten die Regionalexpress-Züge Richtung Cottbus, Dresden, Hoyerswerda und Leipzig sowie die Regionalbahn RB 31, die die Landeshauptstadt mit Elsterwerda verbindet.

Die Zahl der Ein- und Aussteiger in Priestewitz hat sich seit 2005 auf heute über 1.260 Personen täglich verdoppelt. Die Auslastung der Park+Ride-Anlage liegt heute bei rund 75 Prozent. „Diese Zahlen zeigen, dass die Anlagen genutzt werden, wenn das Bahnangebot konkurrenzfähig ist“, betont Lutz Auerbach. „Von Priestewitz benötigen die Züge zwischen zwanzig und dreißig Minuten bis zum Dresdner Hauptbahnhof. Damit ist der Zug deutlich schneller als das Auto.“

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