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SH: Mehr Regionalzüge nach Hamburg

11.11.25 (Hamburg, Schleswig-Holstein) Autor:Stefan Hennigfeld

Zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember wird es aus Schleswig-Holstein deutlich mehr Züge nach Hamburg geben. Die Regionalbahnlinien RB 61 (Itzehoe – Hamburg Hbf) und RB 71 (Wrist – Elmshorn – Hamburg Hbf), betrieben von der Nordbahn, fahren künftig den ganzen Tag im Stundentakt bis zum Hamburger Hauptbahnhof und starten dort auch wieder. Das bedeutet: Es gibt nun zwei schnelle stündliche Verbindungen von Tornesch und Pinneberg direkt nach Hamburg Dammtor und zum Hamburger Hauptbahnhof – ein lang geäußerter Wunsch der Fahrgäste.

Bisher fuhr tagsüber eine Regionalbahn pro Stunde zum Hauptbahnhof und eine nach Hamburg-Altona. Die ursprünglich ebenfalls zum Fahrplanwechsel 2025/26 geplante Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs Altona-Nord verzögert sich jedoch nach jetzigem Stand auf Ende 2029. Wenn der neue Bahnhof Altona-Nord fertig ist, halten alle Regionalbahnen der Nordbahn auch dort. Ab Fahrplanwechsel können Züge von Itzehoe nach Altona wegen der Bauarbeiten allerdings nur bis morgens um neun Uhr den bestehenden Bahnhof Altona anfahren.

Weitere Verbindungen ab Altona nachmittags zwischen 15 und 19 Uhr werden noch geprüft. Zu anderen Zeiten müssen Fahrgäste in Pinneberg oder Hamburg Dammtor auf die S-Bahn Richtung Altona umsteigen. Die Züge der Linie RE 70 Kiel – Hamburg, betrieben von DB Regio, fahren ab Fahrplanwechsel 15 Minuten später ab Kiel nach Hamburg und 15 Minuten früher von Hamburg nach Kiel. Dadurch entsteht zwischen Neumünster und Hamburg ein nahezu exakter Halbstundentakt. Die Fahrzeiten auf der RE 7 Flensburg/Kiel – Hamburg bleiben unberührt.

Verkehrsstaatssekretärin Susanne Henckel (parteilos): „Mit dem Fahrplanwechsel erfüllen wir einen lang gehegten Wunsch vieler Pendlerinnen und Pendler: Mehr direkte Verbindungen zum Hamburger Hauptbahnhof und ein verlässlicher Halbstundentakt zwischen Kiel und Hamburg machen den Nahverkehr nicht nur einfacher, sondern auch deutlich attraktiver. Wir schaffen damit ein Angebot, das sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert – schnell, verlässlich und gut vernetzt. Das ist ein wichtiger Schritt, um noch mehr Fahrgäste für den klimafreundlichen Schienenverkehr zu gewinnen.“

Nah.SH-Geschäftsführer Arne Beck ergänzt: „Gerade für die Pendlerinnen und Pendler aus Tornesch, Pinneberg und Elmshorn bedeutet das neue Angebot eine echte Entlastung im Alltag. Mehr Züge, klare Takte, weniger Umstiege – das macht den Unterschied. Gleichzeitig müssen wir uns auch weiterhin auf Baustellen und Ersatzfahrpläne einstellen, die dieses Zielkonzept unterbrechen und den Fahrgästen Geduld abverlangen. Trotzdem: Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Die Zahl der direkten Regionalzüge zum Hamburger Hauptbahnhof verdoppelt sich damit für Tornesch und Pinneberg von einmal auf zweimal pro Stunde und damit verdoppeln sich auch die Sitzplatzkapazitäten. Die finalen Abstimmungen mit DB InfraGo laufen derzeit aber noch.

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