25 Jahre Bahnhof Suchsdorf
26.11.25 (Schleswig-Holstein) Autor:Stefan Hennigfeld
Im November 2000 feierte der Kieler Stadtteil Suchsdorf die Reaktivierung der Bahnstation an der Strecke zwischen der Landeshauptstadt Kiel und Eckernförde bzw. Flensburg, nachdem sie in den 80er Jahren stillgelegt worden war. Der Stadtteil im Nordwesten Kiels mit etwa neuntausend Einwohnern war direkt zur Stationseröffnung von zwei Bahnverbindungen pro Stunde und Richtung während der Hauptverkehrszeiten angeschlossen. Heute ist die Station durchgängig im Halbstundentakt angebunden.
Das Zugangebot hat sich von ehemals 62 Zügen am Tag auf heute achtzig Züge pro Tag gesteigert. Dieses Jubiläum nahm Nah.SH-Geschäftsführer Arne Beck zum Anlass, gemeinsam mit der Kieler Stadträtin für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität Alke Voß und Oliver Kekez, Leiter Planung & Steuerung beim DB-Bahnhofsmanagement Schleswig-Holstein, zurück und auch nach vorn zu schauen.
Arne Beck: „Suchsdorf ist eine der ersten von mehr als 35 Stationen, die in Schleswig-Holstein reaktiviert wurden seit der Regionalisierung des Nahverkehrs im Jahr 1995. Sie erleichtert nicht nur Berufspendler den Zugang zu schnellem ÖPNV, sondern auch allen anderen Quartiersbewohner und ist ein wichtiger Verknüpfungspunkt zur CAU für viele Studierende aus dem Kieler Umland.“
DB-Bahnhofsmanager Oliver Kekez führt aus: „Die Wiederinbetriebnahme des Haltepunktes Suchsdorf war ein Meilenstein für die regionale Mobilität. Seit über zwei Jahrzehnten sorgt die Station für eine verlässliche, barrierefreie Anbindung an den Kieler Hauptbahnhof und die Region. Sie trägt zur Reduzierung von CO2-Emissionen bei und unterstützt die Klimaziele des Landes und der DB.“
Die Verknüpfung des Bahnhofs Suchsdorf an den Bus war bereits zum Betriebsstart durch die nahegelegene Haltestelle an der Eckernförder Straße gewährleistet. Sie wurde 2025 barrierefrei ausgebaut und bietet häufige Verbindungen in den Stadtteil hinein und zu Zielen in Richtung der Kieler Innenstadt. Seit 2019 ist die Station an das Sprottenflotte-Leihradsystem der Stadt Kiel angeschlossen.
Die Räder werden dort mittlerweile für etwa dreitausend Fahrten im Jahr ausgeliehen. Außerdem gibt es acht Stellplätze in abschließbaren Fahrradboxen der Landeshauptstadt Kiel, die alle dauerhaft vermietet sind. Den kleineren überdachten Fahrradunterstand der DB am Gleiszugang hat die Landeshauptstadt Kiel 2024 um eine große Fahrrad-Doppelstockanlage mit achtzig Stellplätzen erweitert, inklusive eines Lastenradbügels und einer Fahrrad-Luftpumpe.
Eine umfangreichere Mobilitätsstation mit abschließbaren Fahrradabstellplätzen ist seitens der Stadt Kiel in Planung. Zwischen 1981 und 1984 wurden viele Haltepunkte an der Strecke zwischen Kiel und Flensburg stillgelegt und später auch zurückgebaut. Mit Einführung einer neuen Fahrzeuggeneration, der LINT-Diesel-Triebfahrzeuge, im Rahmen der ersten Verkehrsvertragsausschreibung wurde es möglich, wieder zusätzliche Zwischenhalte für die Feinerschließung zu realisieren.
Foto: Nah.SH GmbH