VBK unterstützt Feuerwehrübung
08.08.25 (Baden-Württemberg) Autor:Stefan Hennigfeld
Im Krisenfall sind eingespielte Abläufe und belastbare Kooperationen wichtig. Das zeigt eine aktuelle Übung der Berufsfeuerwehr Karlsruhe in enger Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK). Drei Tage lang wurde letzte Woche im Bereich der unterirdischen Stadtbahnstrecke ein komplexes Rettungsszenario unter realitätsnahen Bedingungen durchgespielt. Ziel war es, das Zusammenspiel von Einsatzleitung, Technik und Infrastruktur gezielt zu trainieren und potenzielle Schwachstellen zu identifizieren.
Im Mittelpunkt der Übung stand ein Szenario, das jederzeit Realität werden könnte: Eine Person wird im Tunnelbereich unter einer Straßenbahn eingeklemmt. Bei schwierigen Bedingungen der unterirdischen Verkehrsanlage (UVA) wurden Rettung und technische Bergung geübt. Ein besonderer Fokus lag auf der schnellen Lageerkundung und der präzisen Koordination zwischen Einsatzleitung, Betriebsaufsicht und Fahrdienst.
Im Ernstfall zählt jede Minute. „Solche Übungen zeigen, wie entscheidend die enge Verzahnung zwischen Verkehrsunternehmen und Einsatzkräften ist – insbesondere in hochsensiblen Bereichen wie unserem Tunnelnetz. Die gemeinsame Verantwortung beginnt nicht erst im Ereignisfall, sondern mit der Vorbereitung darauf“, sagt Christian Höglmeier, Technischer Geschäftsführer der VBK. Die Übung ist Teil einer strategischen Vorbereitung auf mögliche Großschadenslagen im öffentlichen Nahverkehr.