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Üstra: Mietradsystem wird nachgefragt

27.08.25 (Niedersachsen) Autor:Stefan Hennigfeld

Seit dem Start des sprintRads in Hannover haben Nutzende bereits mehr als 900.000 Fahrten gemacht. Fast neunzig Prozent der Ausleihen erfolgten durch Üstra-Kunden. Die tausend orangefarbenen Mietfahrräder unter der Marke „sprintRad“ stehen seit dem 1. April 2024 im Rahmen einer Kooperation des Üstra-Verkehrsverbundes und dem Unternehmen Donkey Republic aus Kopenhagen in Hannover.

Im Gegensatz zum früheren „free-floating-System“ können die Fahrräder jetzt an bis zu 517 sogenannten „virtuellen Hubs“ im hannoverschen Stadtgebiet gemietet und wieder abgestellt werden. Die je nach Nachfrage variierenden Standorte werden in der App angezeigt. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines „aufgeräumten“ Stadtbildes. „Der Verkehrsverbund unterstützt dadurch bereits die Landeshauptstadt Hannover bei ihren Überlegungen zum Erlass einer Sondernutzungssatzung mit speziell vorgegebenen Abstellflächen für Mieträder und E-Scooter in der Innenstadt“ erläutert Ulf Mattern, Projektleiter für das sprintRad beim Verkehrsverbund.

Die Auswertung des ersten Jahres zeigt, dass die Studierenden der hannoverschen Universität und der Hochschulen eine Hauptzielgruppe darstellen. Die am stärksten frequentierten Stationen liegen rund um die Leibniz Universität in der Nordstadt. Eine testweise Erweiterung des sprintRads in einer Kommune außerhalb der Landeshauptstadt läuft aktuell in Ronnenberg. Hier stehen seit dem 1. November 2024 weitere hundert Räder an 65 virtuellen Hubs.

Nach den ersten Monaten hatten 485 registrierte Nutzer 1.600-mal ein sprintRad gemietet. „Es war der richtige Schritt, das ÖPNV-Angebot in der Region Hannover um ein Mietradsystem zu erweitern“, so die Geschäftsführerin des Großraum-Verkehrs Hannover (GVH), Katharina Emde-Lachmund. „Die Erweiterung des ÖPNV-Angebotes um das Fahrrad für die erste und letzte Meile ist eine lohnende Investition in Richtung Verkehrswende“.

Foto: Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG

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