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Knotenausbau Köln wird vorangetrieben

03.07.25 (go.Rheinland) Autor:Stefan Hennigfeld

Im Rahmen der Bahnknotenkonferenz Köln haben der Aufgabenträger go.Rheinland und die DB InfraGO in dieser Woche erneut ihre Kooperation bekräftigt und die Planungsvereinbarung für die Leistungsphasen 3 und 4 der Kölner Westspange unterzeichnet. Darüber hinaus hat man die Öffentlichkeit über rund zwanzig anstehende kleinere Ausbauten informiert. Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen hatten sich im Jahr 2021 darauf geeinigt, dass die Westspange aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) finanziert werden soll. D

er Bund wird dabei bis zu 75 Prozent der förderfähigen Kosten tragen, das Land die Komplementärfinanzierung. Der notwendige formelle Finanzierungsantrag wird durch die DB InfraGO AG nach Fertigstellung der Genehmigungsplanung erarbeitet.

Landesverkehrsminister Oliver Krischer (Grüne): „Der Kölner Knoten ist eine zentrale Drehscheibe, weil dort auch die Güterverkehre über die transeuropäischen Korridore aus den Niederlanden und Belgien in Richtung Italien zusammentreffen. Durch den Ausbau und die Modernisierung des Knotens wird die Leistungsfähigkeit deutlich erhöht. Das wird für die Pendlerinnen und Pendler zu spürbaren Verbesserungen führen und mehr Güter auf die Schiene bringen.“

Die Westspange zwischen Köln Hansaring und Hürth-Kalscheuren umfasst zwei zusätzliche und für die S-Bahn reservierte Gleise und ist in zwei Planungsabschnitte unterteilt. Der nördliche reicht von Köln Hansaring bis Köln Süd und der südliche von Köln Süd bis Hürth-Kalscheuren. Der Bund finanziert den Bau der Westspange mit 2,3 Milliarden Euro, das Land NRW steuert 900.000 Euro hinzu. Die neuen Gleise sind nicht nur für höhere Kapazitäten relevant, sondern ermöglichen auch mehr Flexibilität bei Störungen und somit eine höhere Betriebsqualität.

Go.Rheinland-Geschäftsführer Norbert Reinkober: „Wir ertüchtigen den Knoten gemeinsam mit der DB in mehreren Teilprojekten, die wir gemeinsam mit einem Gutachter identifiziert haben. Die Westspange ist das Herzstück, ohne das es keine weiteren Ausbauten im Knoten Köln geben kann. Sie löst einen zentralen Engpass auf. Ich danke daher allen Partnern, dass wir die Planungsvereinbarung für den südlichen Abschnitt heute zeichnen konnten.“

Das Ziel aller Maßnahmen im Bahnknoten Köln: Entflechtung – unterschiedlich schnelle Züge fahren nicht mehr auf demselben Gleis und bremsen sich nicht mehr gegenseitig aus. Zusätzliche Kreuzungen sorgen dafür, dass der Verkehr flüssiger im Knoten laufen kann. Zudem wird das Angebot deutlich ausgeweitet: Das Zielnetz 2040 sieht statt derzeit fünf künftig zehn S-Bahnlinien vor. Außerdem entstehen weitere Haltepunkte im Raum Köln, die die Bahn für die Reisenden noch leichter erreichbar machen.

Gestartet ist die S-Bahn-Köln mit der Verbindung Köln – Bergisch Gladbach 1975 – vor genau fünfzig Jahren. Das Jubiläum war auch Thema am Montag. Für viele wichtige Projekte für den Ausbau der S-Bahn laufen die Planungen, so für die S 11, die Erftbahn (RB 38) und die S 6. Weitere Projekte im Rheinischen Revier sind in Vorbereitung. Am weitesten fortgeschritten sind die Planungen – inklusive je eines neuen S-Bahnsteigs am Kölner Hauptbahnhof und am Bahnhof Messe/Deutz – für den Ausbau der S 11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach: Alle vier Planungsabschnitte sind bereits im Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahn-Bundesamt.

Perspektivisch wird für den Streckenteil zwischen Köln und Bergisch Gladbach ein annähernder Fünf-Minuten-Takt statt des aktuellen Zwanzig-Minuten-Takts in der Hauptverkehrszeit realisiert. Möglich machen dies die neuen S-Bahnlinien 10 und 14, die die Leistungen der S 11 ergänzen werden. Der Ausbau der S 11 ist – im Zusammenspiel mit dem Ausbau der Westspange – das Schlüsselprojekt im Knoten Köln: Mit den beiden Vorhaben sorgen DB und go.Rheinland zukünftig für mehr Kapazität und einen zuverlässigeren, robusteren und pünktlicheren Zugverkehr.

Zeitgleich sind die Projekte die Grundvoraussetzung für den weiteren S-Bahn-Ausbau in und um Köln. Bereits im Bau ist die Infrastruktur für die S 13 – bis Ende 2026 wird die Strecke im Rahmen der anstehenden Generalsanierung bis nach Bonn-Beuel verlängert. Nach Abschluss der Arbeiten im Dezember 2026 profitieren Fahrgäste von einer robusten und leistungsfähigen Infrastruktur sowie mehr Gleisen und perspektivisch mehr Zügen zwischen Troisdorf und Bonn-Beuel – wenn sie finanzierbar sind und genügend Personal gefunden wird.

Siehe auch: Eine starke Schiene für Köln und Umgebung

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