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Die Eisenbahner sind jeden Tag wichtig

17.04.25 (Kommentar) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Eisenbahner mit Herz zeigt einmal im Jahr, dass die vielen Menschen rund um die Schiene nicht mehr einfach nur einem Job zum Broterwerb nachgehen, sondern vielen Fällen mit Leib und Seele Servicedienstleister sind mit allem, was dazugehört. Sie sind rund um die Uhr, bei Wind und Wetter für diejenigen da, die ans Ziel müssen, die in Schwierigkeiten stecken, die warum auch immer Hilfe brauchen.

Sie arbeiten an den Bahnsteigen, in den Zügen, auf den Stellwerken oder in den Auskunftszentralen – und sie zeigen, dass die Eisenbahn einen breiten Strauß an interessanten Berufen zu bieten hat. Man muss nicht Sozialarbeiter werden, wenn man „was mit Menschen machen will“, sondern dafür kann man auch zur Eisenbahn gehen. In den kommenden Jahren müssen auch viele junge und alte Menschen zur Eisenbahn gehen, denn der Personalbedarf ist extrem hoch und wird es bleiben.

Die Verrentungswelle läuft unvermindert fort, während man im Zusammenhang mit der vielfach angekündigten Verkehrswende mehr Verkehr auf die Schiene bringen will. Entsprechend braucht man mehr Personal, selbst wenn man davon ausgeht, dass durch die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung der eine oder andere Arbeitsplatz eingespart werden können. Wer aus der Schule kommt und seine Ausbildung bei der DB AG oder auch einem anderen Unternehmen der Eisenbahnbranche anfängt, der kann dort in aller Regel bis zur Rente bleiben.

Selbst wenn es in der Unternehmensstruktur umwälzende Änderungen gibt, kann man davon ausgehen, dass die gut ausgebildeten Leute sich den neuen Arbeitgeber aussuchen können. Wer einmal bei der Eisenbahn angekommen ist, braucht keine Existenzängste mehr zu haben. Das gilt aber nicht nur für die vielen Berufe im Eisenbahnwesen selbst, sondern auch im Bereich des kommunalen Verkehrs werden verlässlich Leute gebraucht.

Das gilt es in der Branche dauerhaft zu kommunizieren: Wir brauchen Euch, wir bieten Euch was, kommt zu uns. Dafür muss man sowohl den Kontakt zu den Schulen halten, um möglichst viele künftige Absolventen zu erreichen, aber auch Quereinsteiger gezielt ansprechen. Doch es darf nicht bei netten Sonntagssprüchen bleiben, sondern man muss das ganze auch mit Inhalt füllen. Die Verkehrsunternehmen müssen Bewerbungen zeitnah bearbeiten und Interessenten Rückmeldungen geben. Wer sich für einen Ein- oder Umstieg interessiert, der hat auch andere Optionen.

Ein Verkehrsunternehmen, das seine Bewerber über Monate warten lässt, muss sich nicht wundern, wenn die Leute dann was anderes gefunden haben. Wenn wir über den Wettbewerb der Unternehmen untereinander sprechen, dann gilt das auch im Wettbewerb um gute Jobinteressenten. Man muss schnell im heutigen Arbeitnehmermarkt, denn es stehen nicht mehr die potentiellen Angestellten Schlange, sondern diejenigen werden in aller Regel mehrere Zusagen und Jobangebote haben. Das muss man umsetzen und jenseits von großen Preisverleihungen, sondern im normalen Unternehmensalltag.

Siehe auch: Eisenbahner mit Herz 2025 ausgezeichnet
Foto: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

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