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Bayern: Neue Umfrage zum D-Ticket

08.04.25 (München, Verkehrspolitik) Autor:Stefan Hennigfeld

Eine aktuelle Umfrage des bayrischen Sozialverbandes VdK kommt zu dem Ergebnis, dass 88,1 Prozent der Befragten sich für eine Fortsetzung aussprechen. Denn die Umfrageergebnisse zeigen weiter: Eine Einstellung des Deutschlandtickets hätte erhebliche finanzielle Auswirkungen für die Menschen. Die Mobilitätskosten würden für mehr als zwei Drittel der bayerischen Befragten steigen – eine Belastung, die insbesondere Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen treffen würde.

In Zeiten steigender Lebenshaltungskosten droht damit eine soziale Schieflage. Besonders alarmierend für die soziale Teilhabe: Mehr als ein Viertel der Befragten in Bayern gibt an, dass sie ihre Fahrten insgesamt reduzieren würden, sollte das Ticket wegfallen. Man fordert daher CDU, CSU und SPD dazu auf, sich in ihren laufenden Koalitionsverhandlungen für die Fortsetzung einzusetzen, aber auch die Landesverkehrsminister, sich finanziell zu beteiligen.

Zur Erinnerung: Bayerns Landesverkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) sagte im Zusammenhang mit der Einführung des Deutschlandtickets, dass der Bund ein solches Angebot vollständig zu zahlen habe, die Länder hätten da nichts mit zu tun. Der VdK im Freistaat Bayern fordert von der bayerischen Staatsregierung, die neuen Spielräume in Folge der Grundgesetzänderung zu nutzen um den ÖPNV, vor allem im ländlichen Bereich, auszubauen und attraktiver zu gestalten.

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