Autonome Shuttles im hvv
04.04.25 (Hamburg) Autor:Stefan Hennigfeld
Noch in diesem Jahr sollen die ersten autonomen On-Demand-Shuttles in Hamburg eintreffen. In die zukunftsweisende Technologie werden große Hoffnungen gesetzt: Sie soll den wirtschaftlichen und klimafreundlichen Ausbau des ÖPNV trotz Fachkräftemangel unterstützen. Um auch die Erwartungen von Hamburgs Bürgern an die autonomen Shuttles einfließen zu lassen, hat vhh.mobility nun die erste Bürgerbeteiligung im Projekt ahoi durchgeführt. Ergebnis ist ein rund fünfzig Anforderungen umfassender Katalog, der an das Projektteam von ahoi übergeben worden ist.
„Mit der Erweiterung von Hamburgs erstem innovativen On-Demand-Shuttleservice hvv hop um autonome Shuttles gehen wir einen wichtigen Schritt zur Erprobung dieser zentralen Technologie“, sagt Lorenz Kasch, Geschäftsführer von vhh.mobility. „Das Projekt wird jedoch nur dann erfolgreich sein, wenn wir anstreben auf die Bedürfnisse aller Beteiligten einzugehen, insbesondere auf die der Menschen im geplanten Bediengebiet in Harburg. Nur mit dieser aktiven Beteiligung und dem Austausch können wir sicherstellen, dass das Ergebnis für alle Beteiligten ein echter Gewinn wird. Ich bin begeistert von den sehr wertvollen Ergebnissen der Bürgerbeteiligung und bedanke mich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.“
Raimund Brodehl, Geschäftsführer beim hvv: „Das autonome Fahren wird bald ganz selbstverständlich zur Realität moderner Mobilität gehören und eröffnet damit neue Chancen für den öffentlichen Nahverkehr. Das Engagement von vhh.mobility ist sehr wertvoll, denn das Projekt ahoi bildet die Grundlage, um das autonome Fahren als zentralen Mobilitätsbaustein im hvv zu verankern. Für die Qualität des Projekts spricht auch, dass diejenigen, die die autonomen hvv hop-Shuttles künftig nutzen werden, frühzeitig in die Planung des neuen Angebots einbezogen werden.“
Die Bürgerbeteiligung stand unter dem Thema „Kommunikation mit dem autonomen Fahrzeug sowie durch das autonome Fahrzeug“. An drei Konferenztagen im September und November 2024 an der Technischen Universität Hamburg identifizierten und erarbeiteten insgesamt 23 Bürger die Anforderungen. Diese schließen sowohl die Kommunikation des Fahrzeugs mit Fahrgästen als auch die Interaktion mit Fußgänger, Fahrradfahrer und anderen Verkehrsteilnehmer ein. Durch die vielfältige Zusammensetzung der Gruppe konnten unterschiedliche Perspektiven und Bedürfnisse berücksichtigt werden, zum Beispiel die Frage, wie seheingeschränkte Personen autonome Shuttles barrierefrei nutzen können.
„Der vorliegende Anforderungskatalog ist das Ergebnis eines umfassenden Beteiligungsprozesses, in den sich die Teilnehmer sehr aktiv und engagiert eingebracht haben. Die unvoreingenommene Sicht hat uns wertvolle Hinweise gegeben, wie eine reibungslose Nutzung der autonomen Shuttles von der Buchung über die Fahrt bis zum Ausstieg gelingen kann“, erläutert Michelle Mittmann, Referentin für Bürgerbeteiligung bei vhh.mobility.
Foto: Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH