Neue Mobilitätserhebung in Wien
26.03.25 (Österreich) Autor:Stefan Hennigfeld
Die neueste Mobilitätserhebung ist ein Grund zum Feiern: Die Wiener legen mehr als dreiviertel ihrer Wege in der Bundeshauptstadt umwelt- und klimafreundlich zurück. Mit 34 Prozent sind Öffis am „Gesamtkuchen“ die beliebteste Fortbewegungsart, dicht gefolgt vom Zu-Fuß-Gehen bei rund dreißig Prozent, während das Radfahren mit einem dynamischen Anstieg auf elf Prozent ordentlich in die Pedale tritt.
Diese Zahlen sind nicht nur ein Zeichen für ein klimafreundliches Bewusstsein, sondern auch ein klarer Erfolg für die städtischen Mobilitätsinitiativen, die WienerInnen nehmen die vielfältigen Angebote der Stadt an. Der Autoverkehr ist auf 25 Prozent gesunken – der geringste Wert seit Messung des Modal-Split. Nur zum Vergleich: Er lag 1993 bei vierzig Prozent.
Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) freut sich über die Steigerungen der umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel: „Unsere Anstrengungen der letzten Jahre lohnen sich, die Wienerinnen und Wiener setzen auf die Öffis, das Rad und das Zu-Fuß-Gehen bei ihren Alltagswegen und nehmen unser breites und attraktives Angebot an. Alleine im Vorjahr haben wir rund 52 Millionen Euro in Radinfrastruktur investiert und die Zahl der Radler nimmt kontinuierlich zu. Wir kombinieren den Ausbau der umweltfreundlichen Mobilität mit unseren intensiven „Raus aus dem Asphalt“- Projekten, im Rahmen derer wir in der ganzen Stadt Plätze und Straßenzüge entsiegeln, kühlen und begrünen und somit die Lebens- und Aufenthaltsqualität für alle weiter steigern – win-win für alle. Weiters haben wir in dieser Legislaturperiode drei neue Straßenbahnlinien auf Schiene gebracht und pushen damit den öffentlichen Verkehr weiter.“
Wiener Linien Geschäftsführerin Alexandra Reinagl führt die positiven Entwicklungen im Modal Split auf die Qualitätssteigerung und den Ausbau des öffentlichen Verkehrs zurück: „Mit vollem Einsatz arbeiten die Mitarbeiter der Wiener Linien daran, den Wiener ein Öffi-System von Weltklasse zu bieten. Die Zunahme bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel gegenüber den Vorjahren verdeutlicht, dass die Öffis das Rückgrat der klimafreundlichen Mobilität in der Stadt sind. Ein verlässliches Mobilitätsangebot zu fairen Preisen macht uns zu einem der besten Öffi-Netze der Welt. Genau das zeichnet eine lebenswerte Stadt aus.“
Der massive Ausbau sicherer und komfortabler Radverkehrsinfrastruktur in Wien macht sich bezahlt. 2024 konnten nicht nur über eine halbe Million mehr Radler an 17 städtischen Dauerzählstellen als 2023 gemessen werden, auch der Anteil der zurückgelegten Wege der Wiener im Modal Split steigt kontinuierlich. Mit elf Prozent wurde der Trend nach oben weiter fortgesetzt, seit 2019 ist der Anteil der mit dem Rad zurückgelegten Alltagswege der Wiener von sieben auf elf Prozent gestiegen. „Unsere Radinitiative trägt Früchte, die Investitionen der letzten Jahre zeigen ihre Wirkung. Wir setzen auf Lückenschlüsse und Radschnellverbindungen, um das Alltagsradeln für alle bequem und sicher zu gestalten“, so Sima.
Foto: Stadt Wien / David Bohmann