Moderne Anzeiger in Baden-Württemberg
13.03.25 (Baden-Württemberg) Autor:Stefan Hennigfeld
Für eine moderne Infrastruktur investiert die Deutsche Bahn weiter in die Reisendeninformation in Baden-Württemberg: Gemeinsam mit dem Land verbessert man die Information für Reisende an Bahnhöfen durch den Einsatz von modernen Anzeigern. Bund und Bahn (21,1 Millionen Euro) und das Land Baden-Württemberg (3,7 Millionen Euro) investieren insgesamt rund 24,8 Millionen Euro. Die genaue Lastenverteilung zwischen dem laufenden LuFV-Budget des Bundes und Eigenmitteln der DB AG wird geheimgehalten.
Clarissa Freundorfer, Konzernbevollmächtigte für das Land Baden-Württemberg, DB AG: „Ich freue mich, dass wir unseren Fahrgästen in Baden-Württemberg ab sofort eine umfangreichere Auskunft anbieten können: Mit den mehrzeiligen neuen Anzeigern werden die Reisenden umfassend informiert. Mit der besseren Bildqualität, den Lautsprecherdurchsagen und den Ansagetastern an den Anzeigern gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Barrierefreiheit – ein deutliches Plus für Baden-Württemberg.“
In seinem Aktionsplan Qualität im Schienenpersonenverkehr hat das Land als ein Element seiner Qualitätsoffensive festgelegt, dass die Fahrgastinformationen auch in kleineren und mittleren Stationen verbessert werden muss. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) zeigte sich daher über die Inbetriebnahme heute in Emmendingen erfreut: „Eine gute Information der Fahrgäste ist uns sehr wichtig – sowohl in den Zügen als auch am Bahnsteig. Deshalb investieren wir in moderne und hochwertige Anzeiger auch an kleineren und mittleren Stationen. Wir sind das einzige Flächenland, das in eine solche verbesserte fahrgastfreundliche Technik investiert.“
An kleineren und mittleren Bahnhöfen ersetzt die DB die bisherigen Monitore durch eine neue Generation Dynamischer Schriftanzeiger (DSA). In Baden-Württemberg kommt dabei dank der Finanzierungsbeteiligung des Landes flächendeckend das DSA+ Premium Gerät zum Einsatz, mit dem Fahrgäste künftig mit dreizeiligen statt einzeiligen Displays und somit umfangreicher informiert werden. Darüber hinaus erhalten einige Stationen durch die Finanzierung des Landes zusätzliche Anzeiger je Bahnsteigkante.
Auf den Bildschirmen sind die nächsten zwei abfahrenden Züge, deren Abfahrtszeit sowie in einer zusätzlichen Zeile die aktuelle Uhrzeit und allgemeine Reiseinformationen sichtbar. Die Informationen lassen sich besser erfassen, da die Schrift, anders als bisher, nicht durchläuft und die Anzeiger zudem über eine bessere Auflösung verfügen.
Auch die Akustik verbessert sich: Zugauskünfte sind deutlich besser zu verstehen zudem werden Fahrplanabweichungen automatisiert ausgegeben. Menschen mit Sehbehinderung profitieren zudem zusätzlich von sogenannten Ansagetastern, die per Knopfdruck die Inhalte des Displays vorlesen. Im Rahmen des Sanierungsprogramms S3 wird die DB die Qualität der Daten so verbessern, dass Echtzeitdaten beständig live abrufbar sein werden.
Foto: Deutsche Bahn AG / Axel Hartmann