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Siemens Mobility investiert in Dortmund

13.05.24 (VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Siemens Mobility investiert rund 150 Millionen Euro, um seinen Standort in Dortmund-Eving um 87.550 Quadratmeter zu erweitern und die wachsende Nachfrage nach Servicedienstleistungen zu bedienen. Auf der neuen Fläche ist der Bau einer zusätzlichen, 12.300 Quadratmeter großen Werkstatthalle geplant für die betriebsnahe Instandhaltung von bis zu 400 Meter langen Schienenfahrzeugen inklusive Lager, Büroräumen und Werkstätten. Der Neubau soll bis 2026 fertiggestellt werden. Der Baubeginn ist für 2024 geplant. Bisher hatte das Areal eine Gesamtfläche von 70.000 Quadratmetern, nach der Erweiterung umfasst das Siemens Mobility-Depot in Dortmund insgesamt 157.550 Quadratmeter.

„Um mehr Züge auf die Schiene zu bringen, benötigen unsere Kunden maximale Verfügbarkeit und den besten Service. Unser digitales Depot in Dortmund ist eines der modernsten Rail Service Center in Europa. Hier kommen innovative Siemens-Technologien wie die KI-basierte Instandhaltung mit Railigent X, 3D-Druck und hochautomatische Servicedienstleistungen zum Einsatz. Mit der Investition in zusätzliche Kapazitäten antworten wir auf die steigende Nachfrage nach Servicedienstleistungen. Damit können wir künftig nicht nur mehr Fahrzeugtypen und Kunden bedienen, sondern schaffen zudem hochqualifizierte Jobs in der Region und stärken unser Servicenetzwerk in Europa“, sagt Michael Peter, CEO Siemens Mobility.

Das digitale Depot in Dortmund ist seit 2018 in Betrieb. Ab 2026 sollen insgesamt bis zu 250 Mitarbeiter am Standort beschäftigt werden. Bisher hat Siemens Mobility hier überwiegend Fahrzeuge der RRX-Flotte für die Metropolregion Rhein-Ruhr instandgehalten. Mit den neuen Kapazitäten können künftig auch vermehrt Züge anderer Flotten im Depot gewartet werden. Im digitalen Depot in Dortmund können sämtliche Instandhaltungsprozesse komplett digital gesteuert werden.

So lassen sich Betrieb und Instandhaltung optimieren und bis zu hundert Prozent Systemverfügbarkeit erreichen. Die Mitarbeiter erhalten ihre Arbeitsaufträge sowie alle Informationen, die sie für Wartungsmaßnahmen und Reparaturen benötigen, auf Tablets zur Verfügung gestellt. Hierfür liefern die Züge über eine Reihe von Sensoren Zustandsdaten, die kontinuierlich over the air an die digitale Plattform Railigent X gesendet und dort automatisch verarbeitet werden. Pro Monat generiert ein Hochgeschwindigkeitszug beispielsweise bis zu dreißig Gigabyte Daten.

Das Depot nutzt die Applikations-Suite Railigent X von Siemens Mobility, die diese Daten mit intelligenten Algorithmen analysiert, um Fehler bestmöglich vorherzusagen und Instandhaltungsempfehlungen zu geben. Neben modernsten Prüf- und Wartungseinrichtungen wie etwa einer Außenreinigungsanlage, einer Unterflurdrehbank sowie einer Radsatzdiagnoseanlage verfügt das Rail Service Center auch über einen Hochleistungs-3D-Drucker, um schnell und direkt vor Ort Kunststoffersatzteile für die betreffenden Schienenfahrzege anzufertigen.

Foto: Siemens Mobility

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