Straßenbahnausbau in Jena
07.12.23 (Thüringen) Autor:Stefan Hennigfeld
Die Staatssekretärin Barbara Schönig (parteilos) vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft hat dem Jenaer Nahverkehr einen Förderbescheid in Höhe von 31,4 Millionen Euro überreicht.
„Die Landesregierung steht zu ihrem Bekenntnis, die Stadt Jena bei der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und der Beschaffung neuer Straßenbahnfahrzeuge zu unterstützen. Ich freue mich, dass uns die Förderung dieses wichtigen Infrastrukturprojekts über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gelungen ist. Damit können wir Klimaschutzziele, Verkehrswende und Lebensqualität in Jena einen großen Schritt voranbringen“, so Schönig bei der Übergabe.
Die Fördermittel werden für ein lang ersehntes Infrastrukturprojekt in Jena eingesetzt: den Neu- und Ausbau der Straßenbahnverbindung zum Wohngebiet Himmelreich. Dadurch wird eine effiziente und nachhaltige Anbindung des Nordens an den öffentlichen Nahverkehr gewährleistet, was sowohl den Menschen in Jena als auch der Umwelt zugutekommt. Ein weiteres Vorhaben ist der barrierefreie Ausbau der Straßenbahn-Haltestellen entlang der zukünftigen Linie 1, wie es im Personenbeförderungsgesetz vorgeschrieben ist.
Dies trägt dazu bei, die Mobilität von Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit zu verbessern und stellt einen wichtigen Schritt in Richtung einer inklusiven Gesellschaft dar. Des Weiteren werden die Fördermittel für weitere Infrastrukturmaßnahmen im Norden der Stadt verwendet, die die Stadt Jena auf ihrem Weg innerhalb der Verkehrswende unterstützen.
„Es freut mich über alle Maßen, dass wir nach mittlerweile zwei Jahrzehnten Planungen und Diskussion zur Nordverlängerung der Jenaer Straßenbahn nun mit einer gesicherten Finanzierung in die tatsächliche Umsetzung gehen können. Fast zwei Jahre haben wir im Jenaer Nahverkehr und dem Dezernat für Stadtentwicklung gemeinsam mit dem Freistaat Thüringen für eine Aufnahme in das Nahverkehr-Förderprogramm des Bundes geworben und können nun endlich den Förderbescheid für die Nordverlängerung der Linie 1 entgegennehmen. Dies ist aus Sicht des Nahverkehrs wie der Stadtentwicklung ein großer Erfolg und zudem in Zeiten einer schwierigen Haushaltssituation des Bundes ein positives Zeichen, dass wichtige Projekte weiter umgesetzt werden können. Der Anschluss des Himmelreichs, es Wohngebietes Am Oelste sowie der weiteren neuen Wohngebiete im äußersten Norden Jenas an unser Straßenbahnnetz ist mir eine Herzensangelegenheit und wird weiteren Bürgern den Umstieg vom Individualverkehr hin zum klimafreundlichen Nahverkehr ermöglichen“, sagte Bürgermeister Christian Gerlitz (SPD), welcher zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Jenaer Nahverkehrs ist.
Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) dankt allen Beteiligten: „Damit sich Jena als Leuchtturm des Ostens weiter so gut entwickeln kann, brauchen wir eine Verkehrsinfrastruktur, die dieses Wachstum auch möglich macht.“
Foto: Stadtwerke Jena GmbH