BaWü fördert Mobilitätssäulen
08.08.23 (Baden-Württemberg) Autor:Stefan Hennigfeld
In Baden-Württemberg werden insgesamt 34 Mobilitätssäulen aus dem Landeshaushalt gefördert. Die gelben Info-Säulen markieren Orte mit mehreren geteilten und öffentlichen Fortbewegungsmitteln. Mit der Aufstellung der 34. Mobilitätssäule im Land wurde nun die zweite Pilotphase abgeschlossen. Die Säule steht in Oberkirch bei Offenburg. Das Projekt wurde vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg initiiert und finanziert.
Die Betreuung liegt bei der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW). Zukünftig sollen Kommunen für Mobilitätssäulen eine Regelförderung von 75 Prozent erhalten. Die 34. Mobilitätssäule in Baden-Württemberg wurde letzte Woche im badischen Oberkirch aufgestellt. Die kleine Variante der Info-Stele für nachhaltige Mobilität steht dort am Bahnhof.
Sie soll zukünftig den Menschen vor Ort den Weg zu den verschiedenen Fortbewegungsangeboten zeigen. In Oberkirch sind das e-Carsharing, Bahn und Bus, Pkw-Parkplätze, ein E-Ladepunkt, E-Bike-Ladeboxen sowie ein Taxistand. Zusätzlich verfügt die Mobilitätssäule über ein Radreparaturset.
„In Oberkirch stehen wir vor der Herausforderung, die Mobilitätswende im ländlichen Raum zu gestalten. Ziel ist es daher, den Menschen vor Ort die umweltfreundlichen Mobilitätsangebote, die bereits zu Verfügung stehen und zukünftig weiter ausgebaut werden, näherzubringen. Mit der Mobilitätssäule steht nun ein geeignetes Kommunikationsmittel an zentraler Stelle zur Verfügung“, freut sich Oberkirchs Oberbürgermeister Gregor Bühler (CDU).
Mit der Aufstellung in Oberkirch geht die zweite Pilotphase für die Mobilitätssäulen zu Ende. Acht Kommunen in Baden-Württemberg haben zusammen 19 Säulen aufgestellt. Dabei konnten sie neben der vier Meter hohen großen Mobilitätssäule aus der ersten Pilotphase auch die neu konzipierte kleine Mobilitätssäule (2,8 Meter) nutzen.
Die Pilotkommunen sind von den neuen Info-Stelen im gelben Landesdesign angetan: „Die Säulen bieten für uns den Rahmen, um sichtbar zu machen: Da tut sich was. Schon allein, wenn Leute über nachhaltige Mobilität reden, ist etwas erreicht“, betont Charly Kurz, Projektkoordinator für nachhaltige Mobilität in Ellwangen. Dort stehen zwei Mobilitätssäulen. „Vor allem das Radreparaturset wird sehr gut angenommen. Man sieht oft Menschen, die beispielsweise ihre Reifen ihres Fahrrades aufpumpen“, berichtet Kurz.
„Eine Mobilitätssäule spart auf lange Sicht deutlich mehr CO2 als jeder E-Ladepunkt. Die Kommunen müssen sich die Frage stellen: Wo treffen mindestens drei verschiedenen Mobilitätsangebote zusammen? Das motiviert auch dazu, Angebote auszubauen“, ist Stefan Dunkenberger, Abteilungsleiter Mobilität und Verkehr in Friedrichshafen überzeugt. Auf seine Initiative wurden in Friedrichshafen fünf Säulen aufgestellt. Die Kosten für die Entwicklung sowie die Aufstellung der Mobilitätssäulen hat in den Pilotphasen das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg aus seinem eigenen Haushalt mit Landesgeldern getragen.
Foto: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg