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VDV mit Rekordmitgliederzahl

27.06.23 (Verkehrspolitik) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Branchen- und Fachverband für 653 Unternehmen und Verbünde des öffentlichen Personen- und des Eisenbahnverkehrs, vermeldet kurz vor der VDV-Jahrestagung in Leipzig eine Höchstzahl an Mitgliedsunternehmen.

„Es zeigt sich in dieser Zeit des Wandels, dass wir, Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde, nur gemeinsam vorankommen können. Die Herausforderungen und Veränderungen in den Rahmenbedingungen brauchen fachlich und strategisch abgestimmte Antworten – und zuweilen Entscheidungen, die Mut bedürfen, um die eigene Zukunft gestalten. Wir sind der Branchenverband für Bus und Bahn in Deutschland und das schlägt sich auch in den prägenden Begriffen der Zeit nieder“, so VDV-Präsident Ingo Wortmann.

Wortmann: „Deutschland-Geschwindigkeit und Deutschland-Ticket sind in aller Munde; am Deutschland-Angebot von Bus und Bahn sind wir mit der Politik intensiv im Gespräch. Die Zeichen stehen auf gesamthaftes, deutschlandweites Gestalten. Es ist Zeit, das Wachstum zu organisieren – und das geht nur über einen schlagkräftigen, fachlich aufgestellten Branchenverband. Das sehen immer mehr Unternehmen so und so freue ich mich, dass im ersten Halbjahr 2023 bereits zehn neue Mitglieder in den VDV eingetreten sind. Auch eine große Kommune hat nun diesen Schritt gewagt, um von der Expertise bei Planung und Ausbau zu profitieren.“

Laut VDV sind es die Rahmenbedingungen in Europa, in Bund und Ländern, die den Veränderungsdruck ausüben – und die es nochmals attraktiver werden lassen, in den Branchenverband einzutreten. „Wir sind viele. Und wir profitieren voneinander, lernen von denen, die schon weiter sind, bekommen Unterstützung. Wir sind Verkehrsunternehmen des ÖPNV und des Fernbusverkehres, Verkehrs- und Zweckverbände, Eisenbahnverkehrs- und infrastrukturunternehmen. Uns eint die Überzeugung, dass leistungsstarke Bahn- und Bus-Systeme der Schlüssel sind für eine erfolgreiche Wirtschafts- und Klimaschutzentwicklung und für die zukunftsgerichtete Ausrichtung der Energiepolitik unseres Landes ist“, so Wortmann.

In diesen Zeiten zeige sich laut VDV, dass diejenigen, die kontinuierliche Sach- und Facharbeit betreiben, diejenigen, die ihre Hausaufgaben machen, gewappnet sind, wenn es um effektive Kommunikation und Grundsatzentscheidungen geht. Das wird von der Politik anerkannt und das zahlt sich für die Mitgliedsunternehmen aus.

Der Verband hat insgesamt 585 ordentliche und 68 außerordentliche Mitglieder im In- und Ausland. Auch VDV Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff zeigt sich zufrieden: „Das politische Geschäft ist in der Regel von Forderungen geprägt. Viele Akteure in Brüssel, im politischen Berlin und in den Landeshauptstädten tragen ihre Wünsche vor. Doch auf lange Sicht finden zumeist diejenigen Gehör, die sowohl für die gesamte Branche sprechen können, als auch die nötige fachliche Substanz mitbringen, um über die drängenden Fragen zu sprechen.“

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