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Zwei neue Elektrobusse in Ulm

09.07.24 (Baden-Württemberg, Bayern) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm stellten letzte Woche die ersten zwei von insgesamt 14 bestellten Elektrobussen vom Typ Mercedes-Benz eCitaro vor. Demnächst werden die Fahrzeuge in einen Testbetrieb im gesamten Stadtgebiet eingesetzt und damit erste Erfahrungen im Fahrbetrieb gesammelt. Auch die sich derzeit im Aufbau befindliche Ladeinfrastruktur wird sukzessive ersten Praxistests unterzogen. Bis zum Jahresende sollen dann sechs Fahrzeuge (Ende drittes Quartal) in Ulm eintreffen und die restlichen Fahrzeuge zum Ende des ersten Quartals 2025.

Voraussichtlich spätestens mit dem Fahrplanwechsel zum Ende des Jahres 2024 kommen dann die E-Gelenkomnibusse regelmäßig auf der Linie 8 zum Einsatz. In der zweiten Jahreshälfte 2025 soll dann Linie 4 in Betrieb genommen werden. Die Beschaffung dieser umweltfreundlichen Fahrzeuge wurde durch eine Förderung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr ermöglicht, welche achtzig Prozent der Mehrkosten für den emissionsfreien Antrieb abdeckt. Insgesamt wenden die Stadtwerke gut 14 Millionen Euro für die Investition in die Fahrzeuge auf, wovon jedoch 4,6 Millionen Euro vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert werden.

Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.

SWU-Geschäftsführer Klaus Eder sieht in dem Umstieg auf elektrisch betriebene Busse ein starkes Signal: „Die Entscheidung für Elektrobusse unterstreicht das Engagement der SWU für Umweltschutz und Effizienz im öffentlichen Nahverkehr. Mit den neuen Elektrobussen wird ein Fünftel der Busflotte der SWU künftig mit grünem Strom betrieben, was einen bedeutenden Beitrag zur Reduzierung von Rußpartikeln und Stickoxiden in der Innenstadt leisten wird.“

Die Elektrobusse werden unterwegs an speziell dafür ausgelegten Haltestellen zwischengeladen. Die dafür notwendige Ladeinfrastruktur wird derzeit an den Endhaltestellen Universität Süd und Egertweg bis Ende dieses Jahres aufgebaut. Im Jahr 2025 folgen dann die Haltestellen Friedhof Wiblingen und der ZOB. Zwischenladen ist besonders wichtig, um den anspruchsvollen bergigen Linienverläufen in Ulm gerecht zu werden und den Einsatz zusätzlicher Fahrzeuge zu vermeiden.

Auch Ralf Gummersbach, Geschäftsführer der SWU Verkehr GmbH, ist stolz auf die Fuhrparkerweiterung: „Die SWU setzt damit ein deutliches Zeichen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Mobilität im öffentlichen Nahverkehr. Besonders freut mich, dass wir durch den Umstieg weder in Sachen Komfort noch im Bereich der Sicherheit Kompromisse eingehen werden. Bei der Barrierefreiheit können wir in den neuen Elektrobussen sogar noch einen Schritt weitergehen. Im Bereich der Fahrgasttüren wird es Haltestangen mit Tastmustern geben.“

Foto: Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH

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