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RMV: Lastschrift wieder möglich

10.07.24 (Hessen) Autor:Stefan Hennigfeld

Der hessische Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) bietet die Zahlmöglichkeit SEPA-Lastschrift nach der Einführung einer zusätzlichen Sicherheitsstufe in der Zahlungsabwicklung, der Online-Kontoverifizierung, nun wieder für alle an. Für Neukunden war diese aufgrund eines starken Anstiegs von Betrugsfällen vorübergehend deaktiviert worden. „Mit so viel krimineller Energie wie Anfang des Jahres waren wir im RMV noch nie konfrontiert“, so RMV-Geschäftsführer Knut Ringat.

Ringat: „Wir haben schnell reagiert und die Betrugswelle durch die Deaktivierung des SEPA-Lastschriftverfahrens für einzelne Käufer unterbunden. Klar war aber auch, dass dies kein Dauerzustand sein kann. Die schnelle Wiedereinführung mit stärkeren Sicherheitsmaßnahmen ist daher eine gute Nachricht. Rechtzeitig zur Urlaubssaison bieten wir allen Deutschland-Ticket-Neukunden auf RMVgo nun wieder zwei Zahlungsmöglichkeiten: Kreditkarte und Lastschrift.“

Der RMV hat eine weitere Sicherheitsmaßnahme für SEPA-Lastschriften im digitalen Bezahlprozess eingeführt. Bei der Einrichtung einer neuen SEPA-Lastschrift müssen Kunden ihre Kontodaten über Tink, eine marktführende Plattform für Zahlungsdienste, verifizieren. Hierfür ist ein Online-Banking-Konto notwendig. Die Verifizierung der Kontodaten verringert das Betrugsrisiko, da die Informationen direkt von der Bank des Benutzers kommen, was die Einrichtung schnell, einfach und sicher macht.

Der RMV erhält ausschließlich Informationen über die Bankdaten (IBAN und BIC). Nach einer erfolgreichen Anmeldung kann die Zahlung über SEPA-Lastschrift wie gewohnt genutzt werden. Der RMV appelliert an potenzielle Kunden, das Deutschland-Ticket über offizielle Händler zu abonnieren. Das sind z.B. Verkehrsverbünde wie der RMV oder Verkehrsunternehmen. Durch einen Kauf eines Deutschlandtickets für weniger als 49 Euro können sich auch Kunden nach § 259 StGB der Hehlerei strafbar machen.

Foto: Deutsche Bahn AG / Christian Bedeschinski

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