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NRW: D-Ticket für Schüler gefordert

11.06.24 (Nordrhein-Westfalen) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Vorstand des Städtetags in Nordrhein-Westfalen hat sich Anfang Mai klar für einheitliche Regelungen eines Deutschland-Tickets für alle Schüler in NRW ausgesprochen. Die Landesgruppe NRW des Branchenverbandes VDV unterstützt dies ausdrücklich und verweist auf ihren Vorschlag dazu, den sie bereits vor über einem Jahr dem Landesverkehrsministerium unterbreitet hat. Durch ein einheitliches Angebot für alle Schüler ließen sich die unterschiedlichen und teils komplizierten Regelungen bei Schülertickets harmonisieren.

Ein bundesweit gültiges ÖPNV-Ticket wäre also für die Schüler nicht nur ein äußert attraktives Angebot, um Busse und Bahnen noch häufiger zu nutzen. Damit verbunden wäre auch ein erheblicher Bürokratieabbau auf kommunaler Ebene. Denn im bisherigen Modell bekommen nur diejenigen Schüler ein Deutschland-Ticket, deren Wohnort weit genug von der Schule entfernt ist. Für die Städte, Kommunen und Landkreise bedeutet dies einen hohen bürokratischen Aufwand, weil jeder Einzelfall hinsichtlich der Entfernung Wohnort – Schule geprüft werden muss.

Ulrich Jaeger, Vorsitzender des VDV NRW: „Mit unserem Vorschlag, der sich nach unseren Berechnungen weitgehend aufwandsneutral umsetzen ließe, wollen wir das Land dabei unterstützen, eine für alle Schülerinnen und Schüler attraktive und zugleich bürokratiearme Lösung für die Kommunen, Verkehrsunternehmen und Verbünde umzusetzen.“

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