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EM-Vorbereitungen abgeschlossen

13.06.24 (Allgemein) Autor:Stefan Hennigfeld

Kurz vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft am morgigen Freitag in München sieht sich die Deutsche Bahn gut für die Zeit der Europameisterschaft vorbereitet. Bislang wurden mehr als 100.000 Fan-Tickets und über 25.000 Fan BahnCards verkauft. Für die Fahrgäste im EM-Sommer steht die größte und modernste ICE-Flotte bereit, die die DB je hatte.

Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Noch nie gab es so viel Bahn bei einem internationalen Fußball-Turnier. Wir sind das 25. Team bei dieser EM. Seit Monaten bereiten sich fast 150.000 Mitarbeitende auf ihren Einsatz im Fußball-Sommer vor. Jetzt freuen wir uns auf ein friedliches und fröhliches Fußballfest. Schon vor dem Anpfiff steht der Klimaschutz als Gewinner dieser EM fest. Alle Fans, die für ihre Reise zum Spiel auf die Bahn setzen, helfen dabei mit.“

Peterson weiter: „Die Sicherheit von Fahrgästen und Mitarbeitenden steht für die DB an erster Stelle. Die DB hat langjährige Erfahrung mit Großereignissen. Wir bereiten uns seit langem intensiv und in enger Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden und der UEFA auf die UEFA EURO 2024 vor. Wir danken den Behörden von Bund und Ländern für die ausgezeichnete Zusammenarbeit.“

Rund um die Spieltage wird die DB knapp 10.000 zusätzliche Sitzplätze pro Tag in den ICE und Intercity-Zügen anbieten. Allein 14 EM-Sonderzüge werden jeden Tag unterwegs sein. Dafür steht mit aktuell 410 Zügen die größte und modernste ICE-Flotte bereit, die die DB je hatte. Und damit die Anreise zu den Spielen nicht nur klimafreundlich, sondern auch preisgünstig ist, hat die DB mit dem DB Ticket EURO 2024, der Fan BahnCard und ermäßigten Interrail-Pässen spezielle Angebote für die deutschen und europäischen Fans entwickelt. Neben den über 100.000 Fan-Ticket-Besitzer haben sich bis heute mehr als 25.000 Fans für die Fan BahnCard und über 4.000 europäische Fans für den EM Interrail-Pass entschieden.

Bundesweit sind rund um die Uhr knapp 6.000 Beamte der Bundespolizei und rund 4.500 Sicherheitskräfte an den Bahnhöfen und in den Zügen im Einsatz. Anlässlich des Turniers stockt die DB ihren Pool an Sicherheitskräften an Bahnhöfen und in Zügen zusätzlich um rund zwanzig Prozent (oder um rund 900 Sicherheitskräfte) auf. Allein in den Fernverkehrszügen wird die DB während der reiseintensiven Gruppenspielphase den Einsatz der Teams der DB Sicherheit verdreifachen, an spielintensiven Tagen sogar vervierfachen.

Außerdem werden an und in den Bahnhöfen der Host Cities zusätzliche Reisendenlenker und Volunteers eingesetzt. Ebenfalls rechtzeitig zum Beginn des Großturniers wurde auch der Dortmunder Hauptbahnhof fertiggestellt und in dieser Woche dem Verkehr übergeben. Die Rundum-Modernisierung mit barrierefreiem Ausbau war, neben dem Duisburger Hauptbahnhof, eines der wichtigsten Bahnhofsprojekte in Nordrhein-Westfalen. Von hier erreicht man nicht nur die Spielstätte in Dortmund, sondern auch die nordrhein-westfälischen Spielorte Düsseldorf, Köln und Gelsenkirchen.

Die Modernisierung des Hauptbahnhofs war ein Mammutprojekt: Bei laufendem Betrieb hat die DB den viertgrößten Bahnhof Nordrhein-Westfalens komplett umgebaut. Insgesamt haben DB, Bund und das Land Nordrhein-Westfalen über 210 Millionen Euro in die Modernisierung investiert. Acht Bahnsteige wurden vollständig erneuert. Der Dortmunder Hauptbahnhof ist einer der wichtigsten Stationen in ganz NRW. Täglich halten hier rund 600 Züge des Nah- und Fernverkehrs. Rund 80.000 Reisende sowie weitere zehntausende Besucher strömen täglich in den Bahnhof.

Dortmund ist eine der Fußball-Hauptstädte Deutschlands und der Hauptbahnhof seit vielen Jahrzehnten das Einfallstor für Fans und Gäste aus ganz Europa. Sechs Spiele finden während der Fußball-Europameisterschaft in Dortmund statt. Jeweils fünf Spiele sind in Köln und Düsseldorf geplant, dazu kommen vier in Gelsenkirchen – damit finden zwanzig der 51 Spiele in Nordrhein-Westfalen statt. Doch der Nutzen geht weiter über die vierwöchige Veranstaltung hinaus – denn die modernisierten Bahnhöfe bleiben.

Oliver Wittke, Vorstandssprecher des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr: „Die Barrierefreiheit an den Bahnhöfen und Haltestellen im VRR-Raum entwickelt sich auch Dank der Förderung in den letzten Jahren positiv. Laut VRR-Stationsbericht sind 65 Prozent aller Bahnhöfe und Stationen 2023 barrierefrei, beispielsweise durch Aufzüge, Rampen und eine ausreichende Bahnsteighöhe, damit Fahrgäste niveaugleich in die Züge gelangen können.“

Siehe auch: Anpfiff!

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