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Lärmschutzausbau in Bamberg

23.01.24 (Bayern, Güterverkehr) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Deutsche Bahn hat letzte Woche der Stadt Bamberg wichtige Meilensteine beim Bahnausbau Bamberg für dieses Jahr vorgestellt. Bei einem engen und konstruktiven Austausch zwischen der DB-Projektleitung und Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) wurden insbesondere der Zeitplan für den Gestaltungswettbewerb der Lärmschutzwände und die Öffentlichkeitsarbeit besprochen. Bei dem Termin stellte sich Mathias Plath der Stadtspitze vor.

Der 47-Jährige hat im Oktober vergangenen Jahres die DB-Projektleitung für den Bahnausbau in Bamberg übernommen: „Der Bahnausbau in Bamberg ist der letzte Schlussstein der Schnellfahrstrecke München-Berlin und ein Fokusprojekt der DB. Ich freue mich sehr darauf, meine langjährige Erfahrung einzubringen. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt werden wir ein hochmodernes und leistungsfähiges Schienennetz schaffen.“

Ein zentraler Aspekt der Besprechungen war der Gestaltungswetterwerb für die Lärmschutzwände. Dieser soll nach dem sogenannten Werkstattverfahren ablaufen. Dafür werden mehrere Planungsteams verschiedener Büros beauftragt, Gestaltungsmöglichkeiten für die Lärmschutzwände zu erarbeiten. Anschließend werden im Rahmen von Workshops die verschiedenen Gestaltungsoptionen vorgestellt, bevor eine qualitative Bewertung der Entwürfe stattfindet. Den Wettbewerb werden sowohl die DB als auch die Stadt Bamberg eng begleiten.

„Den Bambergerinnen und Bambergern und uns als DB ist der ungestörte Blick auf die historische Altstadt sehr wichtig. Ziel ist die möglichst harmonische Integration der Wände in das Stadtbild. Das unterstützen wir ausdrücklich. Wir wollen in engem Austausch mit der Stadt Bamberg die qualitativ bestmöglichen Lösungen finden und umsetzen“, sagt Mathias Plath.

Oberbürgermeister der Stadt Bamberg, Andreas Starke (SPD): „Der enge Dialog mit der Bahn ist wichtig, um die Interessen der Bamberger Bürgerinnen und Bürger zur Geltung zu bringen. Deswegen begrüße ich das konstruktive Gespräch außerordentlich. Es war ein Fortschritt, dass es gelungen ist, den von uns gewünschten Gestaltungswettbewerb für die Lärmschutzwände zu konkretisieren.“

Im Zentrum der Gespräche war außerdem die weitere Öffentlichkeitsarbeit. Ab dem Frühjahr wird das DB-Projektteam zu Veranstaltungen einladen, einem Bürgerdialog zum Grunderwerb mit den Anrainern sowie zu Formaten wie „Projekt vor Ort“. „Wir wollen den interessierten Bürgerinnen und Bürgern das Projekt näherbringen, und zwar dort, wo die hochmoderne Strecke entsteht.

Deshalb werden wir zu Führungen an neuralgische Punkte an der Strecke einladen und vor Ort für alle Fragen zur Verfügung stehen“, so Plath. Die Lärmschutzmaßnahmen tragen aktiv dazu bei, die gesellschaftliche Akzeptanz des Eisenbahnverkehrs vor Ort zu verbessern. Davon unberührt bleiben aber fahrzeugseitige Maßnahmen zur Lärmminimierung, etwa Flüsterbremsen, die dafür sorgen, dass Schall gar nicht erst entsteht.

Foto: Deutsche Bahn AG / Uli Planz

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