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Neue Gesamtperspektive in Luzern

12.12.23 (Schweiz) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Kanton Luzern, der VVL und die SBB haben letzte woche die Gesamtperspektive Luzern unterzeichnet. Die Züge auf den verschiedenen Korridoren rund um Luzern sind zu den Hauptverkehrszeiten stark ausgelastet und am Bahnhof Luzern können keine zusätzlichen Züge mehr ein- und ausfahren. Um trotz ausgelasteter Bahninfrastruktur einen Kapazitätsausbau vornehmen zu können, verkehren die Regionalexpress-Züge zwischen Olten und Luzern seit letztem Sonntag an Werktagen bis 20 Uhr und punktuell an den Wochenenden doppelstöckig.

Der Doppelstockzug mit 535 Sitzplätzen anstelle des bisher einstöckigen Flirts mit 324 Sitzplätzen (in Doppeltraktion) steigert die Kapazität auf der Linie deutlich und bietet den Fahrgästen mehr Platz und Komfort. Auch auf der S1 gibt es ab Fahrplanwechsel mehr Platz: Zwischen Baar und Luzern verkehren weitere Züge in Doppel- statt Einfachtraktion.

Die Gesamtperspektive ist ein Arbeitsprogramm der SBB, des VVL und des Kantons Luzern mit dem Ziel, den öffentlichen Verkehr zu stärken und noch kundenfreundlicher zu gestalten. Sie ist das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit zwischen den drei Partnern und basiert auf der bereits 2016 verabschiedeten Gesamtperspektive Zentralschweiz. Die Gesamtperspektive umfasst Maßnahmen bis zum Horizont des Ausbauschritts 2035 mit kurz- und mittelfristiger Wirkung und baut auf bereits beschlossenen Angebotskonzepten auf.

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