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DB AG: Erhebliche Vorstandsboni

14.12.23 (Allgemein) Autor:Stefan Hennigfeld

Wie der Rechercheverbund aus WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung herausfand, sollen die Vorstände des DB-Konzerns trotz der schweren Eisenbahnkrise in Deutschland mit erheblichen Bonuszahlungen rechnen können. Obwohl sowohl die Monopolkommission als auch der Bundesrechnungshof den Konzern als Sanierungsfall bezeichnen, fließen lukrative Gelder. Der gesamte Vorstand verdiente im Jahr 2022 rund vier Millionen Euro Grundgehalt – zuzüglich möglicher Boni.

Allein der Vorstandsvorsitzende Richard Lutz kann demnach mit rund 1,3 Millionen Euro zusätzlich zu seinem Grundgehalt rechnen – obwohl der SPFV sich mit seinen Qualitätswerten auf einem Rekordtief befindet. Allein 384.000 Euro bekommt Richard Lutz demnach, weil der Konzern sich selbst zufriedene Mitarbeiter bescheinigt und weil man die Zahl der Frauen in Führungspositionen erhöht haben will. Wie diese Erkenntnisse zustande gekommen sein sollen ist nicht bekannt.

Knapp 440.000 Euro Bonus soll Richard Lutz erhalten, weil der CO2-Ausstoß niedriger war als ursprünglich angenommen. Unbekannt ist, ob das mit ausgefallenen Zügen zu tun hat, die dann weder Dieselkraftstoff noch Fahrstrom benötigen. Zudem hatte man das Ziel, 278 ICE-Triebzüge einsatzbereit vorzuhalten. Zeitweise sollen es Eigenberechnungen zufolge allerdings bis zu 284 Züge gewesen sein. Fernverkehrsvorstand Berthold Huber erhält aufgrund dieser Zahlen rund 183.000 Euro Bonus.

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