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Üstra und Regiobus vor der Fusion

28.09.23 (Niedersachsen) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Hannoverschen Verkehrsunternehmen Üstra und Regiobus sollen zu einem Gemeinschaftsbetrieb zusammengelegt werden. Der angestrebte Schulterschluss wird von der Politik im Verkehrsausschuss am 12. Oktober beraten und muss dann schlussendlich von der Regionsversammlung am 14. November beschlossen werden. Beide Unternehmen bleiben zwar formal selbstständig, sollen in Zukunft aber als ein Betrieb geführt werden unter der Dachmarke der Üstra.

„Die Zusammenführung von Üstra und Regiobus in einem Betrieb macht den Nahverkehr in der Region Hannover noch stärker“, sagt Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover. „Wir stellen unsere Verkehrsunternehmen jetzt für die Zukunft auf, nutzen dabei die positiven Erfahrungen aus der Zusammenarbeit der vergangenen Jahre und bieten den Fahrgästen eine Leistung aus einer Hand“, so Franz weiter.

Elke Maria van Zadel, Vorstandsvorsitzende Üstra und Geschäftsführerin Regiobus, begrüßt den Schulterschluss: „Durch ein gemeinsames Management ist es bereits in den vergangenen Jahren gelungen, die Arbeit von Regiobus und Üstra systematisch zu synchronisieren. Durch zahlreiche Kooperationsprojekte wie zum Beispiel beim zentralem Einkauf, beim Beteiligungsmanagement, bei der Planung und dem Bau der Ladeinfrastruktur für E-Mobilität oder der Digitalisierungsstrategie konnten bereits erhebliche Synergien gehoben werden. Die Mitarbeiter beider Betriebe wurden letzte Woche informiert.“

„Uns ist wichtig, alle Mitarbeiter auf unserer Reise zum Gemeinschaftsbetrieb mitzunehmen. Fragen, Sorgen, Ängste und Anregungen sollen immer Platz finden“, sagt Denise Hain, Üstra-Arbeitsdirektorin, Vorständin Betrieb und Personal sowie Geschäftsführerin Regiobus. „Wir werden daher Formate und Plattformen in den Unternehmen finden und bieten, in denen Fragen gemeinsam beantwortet und Lösungen gefunden werden können.“ Im Fokus stehe ein integriertes Verkehrsunternehmen mit effektiven und effizienten Strukturen sowie modernen Arbeitsprozessen aufzustellen, so Hain.

Gute und sichere Arbeitsbedingungen und ein gesundes, offenes und konstruktives Arbeitsklima seien dafür Grundvoraussetzungen. „Keine Mitarbeiterin und kein Mitarbeiter soll durch den Gemeinschaftsbetrieb und alles, was daraus noch entstehen kann, Nachteile erfahren.“ Die wichtigste Botschaft: Die Betriebsräte beider Unternehmen stehen hinter dem Weg zum Gemeinschaftsbetrieb.

Christian Bickel, Betriebsrats- und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Üstra: „Uns als Betriebsrat ist es wichtig, den Prozess hin zum Gemeinschaftsbetrieb mitgestalten zu können. Wir dürfen nicht das Gefühl aufkommen lassen, dass jemand abgehängt wird oder hinten runterfällt.“ Rainer Weber, Betriebsratsvorsitzender von Regiobus: „Für uns als Arbeitnehmervertreter ist entscheidend, dass die Zukunft der Regiobus und damit auch alle Arbeitsplätze mit der Gründung eines Gemeinschaftsbetriebes langfristig gesichert sind.“

Foto: Region Hannover / Florian Arp

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