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Taunusnetz: Aktueller Stand

15.05.23 (Hessen) Autor:Stefan Hennigfeld

Aktuell kommt es auf den Linie RB11, RB12, RB15 und RB16 im hessischen Taunusnetz zu Zugausfällen und Verspätungen. Der Hauptgrund hierfür ist vor allem eine äußerst angespannte Personalsituation, d.h. ein Mangel an Triebfahrzeugführern beim Betreiber Start Deutschland, einer Tochtergesellschaft der DB AG.Gleichfalls gibt es nach wie vor erhebliche Probleme mit den Wasserstofftriebzügen. Personalseitig verzeichnet die Regionalverkehre Start Deutschland GmbH neben einem nach wie vor ungewöhnlich hohen Krankenstand auch eine erhöhte Fluktuation, d.h. Kündigungsquote bei Triebfahrzeugführern.

Insgesamt zwölf haben ihre Arbeitsverhältnisse in den vergangenen Wochen gekündigt – ob das über oder unter dem Branchendurchschnitt liegt, ist nicht bekannt, da es hier keine öffentlich nachvollziehbaren Durchschnittswerte gibt. Die Disposition arbeitet jeden Tag mit einem enormen Engagement daran, mit dem verfügbaren Fahrpersonal so viele Fahrgäste wie möglich an ihr Ziel zu bringen. Besonders nachgefragte Fahrten, wie zum Beispiel die für Schülerinnen und Schüler wichtigen Fahrten in der Morgenspitze, werden daher zuerst besetzt.

Angesichts der dünnen Personaldecke sind derzeit jeden Tag alle verfügbaren Triebfahrzeugführer im Dienst. Kurzfristige Krankmeldungen können daher meist nicht mehr aufgefangen werden und kommt die Krankmeldung knapp vor Dienstbeginn, erschwert dies eine rechtzeitige Fahrgastinformation. Zudem können auch bei den insgesamt qualitativ guten Ersatzfahrzeugen auf den Linien RB11, RB12 und RB16 sowie den überarbeiteten und damit inzwischen ebenfalls weitestgehend stabil laufenden Wasserstoffzügen auf der RB15 normal vorkommende technische Probleme nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Kommt es zu Störungen, müssen diese direkt im laufenden Betrieb behoben werden. Dies bündelt oft alle verfügbaren Kräfte, sodass eine zeitgleiche Fahrgastinformation insbesondere unter der derzeitigen Personallage oft kaum möglich ist. Dies bedauert start außerordentlich – denn es ist klar, dass gerade bei einer instabilen betrieblichen Lage eine verlässliche Fahrgastinformation wichtiger denn je ist. Alle Projektpartner arbeiten daran, die Kundeninformation zeitnah zu verbessern. Mit großen Anstrengungen und über gute Kontakte ist es Start gelungen, trotz des in der gesamten Branche vorherrschenden massiven Fachkräftemangels Triebfahrzeugführer vertraglich überlassen zu bekommen, die derzeit auf die Fahrzeugtypen geschult werden.

In der zweiten Maihälfte soll dies abgeschlossen sein. Davon unabhängig läuft selbstverständlich auch die Rekrutierung weiterer festangestellter Personale auf Hochtouren und zeigt erste Erfolge. Die Situation bei den Wasserstofffahrzeugen hat sich inzwischen deutlich verbessert. Die anfänglichen technischen Schwierigkeiten an den vorhandenen Fahrzeugen sind behoben und die Zahl der gelieferten Wasserstoffzüge steigt stetig. Auch dies trägt zur Stabilisierung des Betriebs bei.

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