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KVV erweitert regiomove-App

16.11.22 (Baden-Württemberg) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) integriert die Dienste des schwedischen E-Scooter-Anbieters Voi in seine regiomove-App. Ab sofort können die korallroten Roller, die im Stadtgebiet von Karlsruhe zur Ausleihe bereit stehen, über die App gebucht und bezahlt werden. Damit erweitert der KVV das Spektrum an Mobilitätsangeboten auf seiner digitalen Plattform regiomove, die den öffentlichen Nahverkehr am Oberrhein mit vielen anderen Verkehrsmitteln intelligent miteinander vernetzt.

„Wir freuen uns, dass wir unseren Kunden mit der Integration der Voi-Scooter in die regiomove-App nun eine weitere, umweltfreundliche Mobilitätsoption anbieten können. Mit den Elektrorollern kann man sich in Karlsruhe flexibel fortbewegen. Insbesondere in Ergänzung zum dicht getakteten ÖPNV sind die Roller eine prima Möglichkeit, komfortabel die erste und letzte Meile zurückzulegen und auf das Auto zu verzichten“, sagt Frank Pagel, Projektleiter von regiomove beim KVV.

Die Buchung eines Voi-Scooters über die regiomove-App ist einfach: Nach einem kurzen Update der App können die Roller über das bereits bestehende Nutzer-Konto ausgeliehen werden. In der App findet man in der Kartendarstellung alle Scooter auf einen Blick. Durch Klick auf das QR-Code-Symbol öffnet sich der QR-Code-Scanner. Einfach mit dem Handy den Code am Scooter scannen, die Buchung bestätigen und schon wird der Roller für die Fahrt freigeschaltet. Nach der Fahrt muss der Nutzer nur noch einen sicheren Abstellort in der Betriebszone finden und die Buchung in der regiomove-App beenden.

Für das Entsperren des Scooters ist eine Grundgebühr in Höhe von zurzeit fünfzig Cent zu entrichten. Anschließend berechnet Voi eine Gebühr von 19 Cent pro Minute. Für die Nutzung von E-Scootern hat die Stadt Karlsruhe bestimmte Betriebszonen definiert, in denen dann auch der Ausleihvorgang beendet und der Roller abgestellt werden muss.

Diese Parkzonen werden auch in der regiomove-App angezeigt und auch vom Scooter automatisch erkannt. Die Roller sind so abzustellen, dass stets eine freie Gehwegbreite von mindestens 1,60 Metern gewährleistet wird. Außerhalb dieser Bereiche gilt für die Roller ein Parkverbot – hierbei handelt es sich um Fußgängerzonen, Grünflächen, Haltestellen und stark frequentierte Flächen in der Innenstadt. Neben den Voi-Scootern können über die regiomove-App auch Leihräder (KVV.nextbike), Car-Sharing (Stadtmobil) und die Tarifprodukte des KVV – darunter auch der innovative Luftlinien-Tarif und die smarte KVV.homezone gebucht werden.

Zudem bietet die App den Kunden eine Vielzahl an weiteren Services. Der Vorteil für regiomove-Kunden ist, dass man sich nur einmal bei der App mit einem Konto registrieren muss, um dann alle Mobilitätsdienste aus einer Hand buchen und bezahlen zu können. Perspektivisch will der KVV noch weitere Mobilitätsangebote in die regiomove-App integrieren. Was das Verhalten im Straßenverkehr betrifft, hat die Stadt Karlsruhe eine umfassende Informationssammlung publiziert.

Foto: cubicroot

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