Eisenbahnjournal Zughalt.de

Nachrichten über Eisenbahn und öffentlichen Verkehr

Briefmarke mit KVB-Motiv erschienen

11.08.22 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Im vergangenen Jahr wurde die KVB-Haltestelle Heumarkt vom Bundesfinanzministerium in die Sonderserie „U-Bahn-Stationen“ aufgenommen. Nun kommt die 85-Cent-Briefmarke in den Handel. Seit letztem Donnerstag ist das Postwertzeichen in allen Postfilialen und im Online-Shop der Deutschen Post erhältlich.

„Dass Köln als viertgrößte Stadt Deutschlands und größte Stadt Nordrhein-Westfalens auch mit einer Briefmarke im Rahmen der Serie ‚U-Bahn-Stationen‘ bedacht werden muss, war für die Deutsche Post selbstverständlich“, sagte Ole Nordhoff, Leiter Marketing des Unternehmensbereichs Post & Paket Deutschland anlässlich des Verkaufsstarts. „Der große Einsatz der Bevölkerung für die Briefmarke hat deutlich gezeigt, wie stark sich die Kölnerinnen und Kölner mit ihrer Stadt identifizieren. Deshalb sind wir sehr gespannt, wie schnell die Auflage von 3,1 Millionen Briefmarken vergriffen sein wird.“ Ascan Egerer, Beigeordneter der Stadt Köln für Mobilität und Stefanie Haaks, Vorstandsvorsitzende der KVB, nahmen die Marke mit Dank entgegen.

„Die Stadt Köln hat sich das große Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu sein“, führte der Beigeordnete Egerer in seinem Grußwort aus. „Ein wichtiger Baustein ist die Verkehrswende. Es muss uns gelingen, noch mehr Menschen davon zu überzeugen, ihre Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem öffentlichen Personennahverkehr zurückzulegen. Dafür brauchen wir einen attraktiven und leistungsfähigen ÖPNV. Mit der KVB setzt sich die Stadt Köln für dessen weiteren Ausbau ein. Dazu gehört die Verlängerung der Nord-Süd-Stadtbahnlinie, deren Aushängeschild die Haltestelle Heumarkt ist. Dass diese nun ein Motiv der neuen Briefmarkenserie ist, ist für Köln zugleich eine Ehre und ein Ansporn, unseren ÖPNV noch attraktiver zu gestalten.“

„Für die KVB als ehemalige Bauherrin und heutige Eigentümerin dieser Nord-Süd-Stadtbahn-Haltestelle ist es mehr als erfreulich, dass das Bauprojekt insgesamt und die Haltestelle Heumarkt im Besonderen auf diese Weise gewürdigt werden. Wir bedanken uns hierfür insbesondere beim Bundesfinanzministerium und bei der Deutschen Post“, betonte Stefanie Haaks, Vorstandsvorsitzende der KVB. „Der U-Bahn-Station Heumarkt wird nach der Gesamtinbetriebnahme eine bedeutende Rolle als eine der größten und am stärksten frequentierten Umsteigehaltestellen in der Kölner Innenstadt zukommen. Die Architektur ist zudem wirklich imposant und die Haltestelle ein herausragendes Bauwerk.“

Dieser Meinung sind auch viele Kölner, die sich im vergangenen Jahr an einer Abstimmung unter dem Titel „Köln, du bist ́ne Marke (wert)!“ beteiligt hatten. Sie waren über die Medien aufgefordert worden, ihre Stimme abzugeben und zu sagen, welche der sieben neuen Kölner U-Bahn-Stationen sie gern auf einer Briefmarke der Deutschen Post sehen würden. 1.732 Menschen folgten dem Aufruf, und ihr Votum fiel eindeutig aus: Mit 609, also beinahe einem Drittel der Stimmen, siegte die unterirdische Haltestelle Heumarkt. Der Chlodwigplatz und der Breslauer Platz nahmen die Plätze zwei und drei ein.

Ratsmitglied Ralph Sterck (FDP), der die Idee für eine solche Briefmarke ursprünglich mit ins Rollen gebracht hatte, freut sich über diesen Erfolg: „Toll, dass wir jetzt eine Marke bekommen! Dafür bin ich den Verantwortlichen bei Post und KVB sehr dankbar. Als viertgrößte Stadt Deutschlands mit dem viertgrößten Verkehrsunternehmen gehören wir unbedingt in diese Serie hinein. Zudem ist die Haltestelle Heumarkt ein echter Hingucker, der jetzt bundesweit für Köln Werbung macht.“

Entworfen wurde die Haltestelle „Heumarkt“ von Ulrich Coersmeier, für den dies ein ganz besonderer Tag ist. Er fühlt sich geehrt, dass die Kölner, die Deutsche Post und das Bundesfinanzministerium gleichermaßen für seine Haltestelle gestimmt haben: „Allen, die diese Initiative gestartet, organisiert und in die Tat umgesetzt haben, gilt unser Dank. Es erfüllt mich mit Stolz, dass unsere Architektur auf diese Weise gewürdigt wird. Grundlage dafür war vor allem die Bereitschaft des Kölner Stadtrates, eine großzügige Idee umzusetzen. In diesem Sinne wirkt die Deutsche Post auch als Kultur-Förderer.“

Der Heumarkt mit seiner imposanten, von einer Gewölbedecke überspannten Halle, sticht hier besonders hervor. Von den Kölnern erhielt er direkt nach der Eröffnung 2013 den Beinamen „die unterirdische Kathedrale“. Mit einem umbauten Raum von 78.100 Kubikmetern ist der Heumarkt die größte Station der Nord-Süd Stadtbahn.

Siehe auch: Einfach auch mal freuen

Kommentare sind geschlossen.