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KVB unterstützt Polizeikampagne

19.05.22 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Mit einer speziell gestalteten Stadtbahn unterstützt die KVB eine Kampagne der Polizei Köln, die die Bevölkerung vor Trickbetrügern warnen will. Die Niederflurbahn im farblichen Design eines Polizeifahrzeugs, die in den nächsten beiden Jahren auf den Linien 1, 7, 9, 12 und 15 unterwegs sein wird, stellten KVB-Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks, die allgemeine Vertreterin des Polizeipräsidenten, Leitende Regierungsdirektorin Miriam Brauns, und Kripo-Chef Klaus-Stephan Becker in der letzten Woche vor.

KVB-Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks: „Es ist schon die zweite Bahn, die wir für eine Kampagne der Polizei gestalten. Wir unterstützen die Polizei gerne bei ihrer Präventionsarbeit, die ja auch einen sehr hohen gesellschaftlichen Nutzen hat. „Das Deliktfeld der Straftaten zum Nachteil älterer Menschen ist seit mehreren Jahren ein Behördenschwerpunkt der Polizei“, so Miriam Brauns. „Ich bedanke mich herzlich bei der KVB, dass wir heute eine weitere Präventionsaktion starten können.“

Seit mehreren Jahren setzt die Polizei Köln nach den Worten Beckers neben der klassischen Ermittlungsarbeit auf Präventionsaktionen mit Netzwerkpartnern, um vor den Maschen und Tricks der fast ausschließlich aus dem Ausland anrufenden Betrüger zu warnen. Bei weit über 90 Prozent der Anrufe sind die Täter nicht erfolgreich. Gleichwohl geht die Gesamtbeute in einem Jahr in die Millionen – der Trickbetrug bleibt laut Becker somit trotzdem ein lukratives Geschäft.

„Auf die Anzahl der Auslandsanrufe haben wir kaum einen Einfluss“, stellt Becker fest, gibt sich aber kämpferisch: „Wir leisten vor allem nachhaltige Präventionsarbeit, wenn wir es schaffen, das persönliche Umfeld der Seniorinnen und Senioren zu sensibilisieren und mit ins Boot zu holen.“ Die Profitäter schafften es immer wieder, mit emotionalisierenden Lügengeschichten die Angerufenen in Ausnahmesituationen zu bringen, aus denen diese ohne fremde Hilfe nur noch schwer herauskommen. Unter dem enormen Druck, den die Anrufer aufbauten, handelten sie nicht mehr rational, so der Kripo-Chef. Es brauche also Angehörige, Freunde, Bekannte, Geschäftsleute etc., um im Fall der Fälle die Geschädigten noch rechtzeitig zu warnen.

Foto: KVB

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