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AVV: Schnellbuslinie ist gestartet

10.02.22 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Schnellbusverbindung SB 66 zwischen Aachen und Monschau der ASEAG ist am vergangenen Sonntag, den 6. Februar an den Start gegangen. Die neuen RegioLiner sind mit Klimaanlage, WLAN und USB-Anschlüssen ausgestattet. Zudem wird der Fahrplan der SB 66 erweitert. Montags bis freitags ist die SB 66 zwischen 5 Uhr und 23 Uhr im Halbstundentakt unterwegs.

Samstags und sonntags fährt sie alle sechzig Minuten, samstags von 7 Uhr bis 23 Uhr, sonntags von 8 Uhr bis 23 Uhr. In der Woche starten damit täglich sechs Fahrten pro Richtung mehr, am Wochenende sogar neun Fahrten. Die SB 66 wird schneller unterwegs sein als bisher. In Aachen ist zudem geplant, auf dem Adalbertsteinweg und der Trierer Straße die Ampelsteuerung anzupassen, damit die Busse besser durchkommen. Auf dem Adalbertsteinweg soll darüber hinaus in beide Richtungen eine Busspur eingerichtet werden. Die SB 66 ist mit anderen Mobilitätsangeboten vernetzt.

Am Bahnhof Rothe Erde in Aachen gibt es beispielsweise Anschluss an Bahn und S-Bahn sowie eine Verknüpfung mit Carsharing, Bikesharing sowie die E-Scooter-Angebote in Aachen. In Monschau-Imgenbroich und Roetgen können Fahrgäste der SB 66 in den Rufbus NetLiner umsteigen oder sich mit dem NetLiner zur SB 66 fahren lassen. Möglich wird das neue Angebot durch Fördermittel des Zweckverbands Nahverkehr Rheinland (NVR) in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro für den Zeitraum von 2022 bis 2026.

„Gerade in der Fläche leben viele Menschen außerhalb des Einzugsbereiches der Schiene. Um auch den Menschen in diesen vom Zugverkehr nicht erschlossenen Gebieten eine attraktive Direktverbindung in das nächste Zentrum zu bieten, ist der Schnellbus eine hervorragende Alternative“, so NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek.

Die Stadt Aachen hat den Förderantrag beim NVR in Abstimmung mit den Kommunen Monschau und Roetgen sowie der Städteregion Aachen, dem AVV und der ASEAG gestellt. Die Kommunen finanzieren die jährlichen Mehrkosten auch aus eigenen Mitteln. Aachen investiert jährlich 115.000 Euro zusätzlich, Roetgen 68.000 Euro und Monschau 52.000 Euro. Der Kauf der Fahrzeuge wurde mit Mitteln des AVV gefördert.

Landesverkehrsministerin Ina Brandes (CDU): „Schnell, komfortabel und bezahlbar zwischen der Eifel und der Städteregion Aachen pendeln: All das erfüllen die neuen RegioLiner-Busse der ASEAG auf hervorragende Weise und machen so den Umstieg vom Auto in den Bus einfacher. Moderne Überlandbusse mit enger Taktung wie die SB66-Linie sind entscheidend für eine gute Mobilität der Menschen in ländlichen Regionen.“

Brandes weiter: „Wenn wir unser Klima retten wollen, darf das Auto nicht das einzige Verkehrsmittel sein, um auf dem Land von A nach B zu kommen. Deswegen fördert die Landesregierung regionale Schnellbusverkehre mit hundert Millionen Euro, um den öffentlichen Nahverkehr als Rückgrat sauberer Mobilität weiter zu stärken – auf dem Land und in der Stadt.“

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