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NVR und Rurtalbahn: Neuer Vertrag

21.09.21 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Im Dürener Kreishaus wurden letzte Woche die neuen Verkehrsverträge für den künftigen Betrieb der Eisenbahnlinien RB 28 (Eifel-Bördebahn zwischen Düren und Euskirchen) sowie RB 21 (Nordast der Rurtalbahn zwischen Düren und Linnich) unterzeichnet. Der NVR als Besteller und die Rurtalbahn GmbH als Betreiber der Verkehrsleistungen besiegelten damit die im Juni dieses Jahres vom Vergabeausschuss des NVR getroffene Entscheidung, den Zuschlag für weitere vier Jahre an den bisherigen Betreiber zu vergeben.

Im Beisein von Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren und Aufsichtsratsvorsitzender der Rurtalbahn GmbH, wurden die Verträge von NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek sowie den Rurtalbahn-Geschäftsführern Herbert Häner, Björn Zimmermann und Walter Weinberger unterzeichnet. „Als aktueller und künftiger Betreiber dieser Verkehre freuen wir uns auf weitere vier Jahre partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem NVR“, betont Herbert Häner, Geschäftsführer der Rurtalbahn GmbH.

NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek wirft bereits einen Blick in die Zukunft: „Bei den beiden Verkehrsverträgen handelt es sich um Übergangsverträge. Bislang werden die drei Linien im Dürener Netz – RB 21 Süd (Düren – Heimbach), RB 21 Nord und RB 28 – mit Dieselfahrzeugen betrieben. Unser Ziel ist es, dass ab Mitte der 2020er Jahre alle drei Linien mit einem alternativen Antrieb lokal emissionsfrei betrieben werden – einzelne Umläufe nach Möglichkeit sogar schon früher. Dabei steht derzeit das Thema Wasserstoff in Form von Brennstoffzellentriebzügen (HEMU) im besonderen Fokus.“

Vorgesehen ist bei beiden Linien eine Vertragslaufzeit von vier Jahren, also vom 12. Dezember 2021 bis zum 13. Dezember 2025. Bei der RB 21 Nord liegt das ausgeschriebene Leistungsvolumen zwischen Düren und Linnich bei 493.250 Zugkilometern pro Jahr. Dies entspricht einem Anstieg um 5.000 Zugkilometer pro Jahr, da zwei bisherige Leerfahrten in den Fahrplan aufgenommen werden konnten.

Zum Einsatz kommen die auch bisher von der Rurtalbahn eingesetzten drei Dieseltriebfahrzeuge vom Typ LINT 54 des Herstellers Alstom. Diese wurden 2017 gebaut und verfügen über 165 Sitzplätze. Zu Vertragsbeginn Ende dieses Jahres muss die Innenausstattung einheitlich, voll funktionsfähig und unbeeinträchtigt von Gebrauchsspuren sein. Außerdem werden die Fahrzeuge über WLAN verfügen und somit noch einmal zusätzlichen Fahrgastkomfort bieten. Neu ist außerdem, dass die Rurtalbahn zwei Reservefahrzeuge für das Gesamtnetz für den Fall vorhalten muss.

Bei den Reservefahrzeugen handelt es sich um Gebrauchtfahrzeuge des Typs Regio Shuttle (RS) 1 von Stadler Rail. Solche Dieselfahrzeuge werden in den kommenden vier Jahren – wie bisher – auf der Eifel-Bördebahn zwischen Düren und Euskirchen eingesetzt. Voraussichtlich ab dem 16. Oktober 2022 werden zwei dieser ab 2009 gebauten Regio Sprinter 1 mit 70 Sitzplätzen auf der Strecke unterwegs sein.

Foto: Nahverkehr Rheinland

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