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Ausbau Stuttgart-Mannheim im Plan

05.08.20 (Baden-Württemberg, Fernverkehr) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Modernisierung der Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart liegt voll im Plan. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg, Thorsten Krenz, machten sich letzte Woche ein Bild der Sanierungsarbeiten und besuchten die Baustelle in der Nähe von Schwetzingen.

„Die zeitlich befristete Unterbrechung der Strecke macht deutlich, wie wichtig funktionierende Schnellbahntrassen sind. Zur Erreichung der Klimaziele brauchen wir ein gutes Angebot auf einem funktionierenden Netz“, sagte Winfried Hermann (Grüne), Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg. „Die Arbeiten bedeuten zurzeit einen großen Eingriff in den Zugverkehr mit längeren Fahrzeiten für die Reisenden. Davon ist auch der Nahverkehr betroffen. Darum ist es gut, dass der Zeitplan eingehalten wird“, so Minister Hermann.

„Ich danke allen am Bau Beteiligten, die mit vollem Einsatz die Modernisierung der Strecke vorantreiben und perfekt im Zeitplan liegen. Gleichzeitig gilt mein Dank unseren Fahrgästen für ihre Geduld. Ich freue mich, dass sie schon bald wieder mit bis zu 280 Stundenkilometern auf der frisch erneuerten Strecke unterwegs sein können“, sagte Thorsten Krenz, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg.

Das Baupensum ist gewaltig: Auf 99 Kilometern Strecke werden seit 10. April insgesamt 440.000 Tonnen Schotter, 190 Kilometer Gleise, 54 Weichen und 300.000 Schwellen für rund 183 Millionen Euro erneuert. Geschafft sind bereits 96 Kilometer Gleisumbau (51 Prozent) und 44 Weichen (82 Prozent). Auch die Erneuerung des Schotters kommt gut voran. Das Ende der Arbeiten ist für den 31. Oktober 2020 geplant. Ab 1. November soll die Strecke den jährlich rund 24 Millionen Fahrgästen auf dieser Relation wieder zur Verfügung stehen.

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