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Zwanzig Jahre Bahn-Azubis gegen Gewalt

16.07.20 (Allgemein) Autor:Stefan Hennigfeld

Vor zwanzig Jahren, kurz nach der Jahrtausendwende, ist die Aktion Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt ins Leben gerufen worden. Seit der Gründung des bundesweiten Wettbewerbs haben 13.000 DB-Azubis aus dem ersten und zweiten Lehrjahr 1.500 soziale Projekte verwirklicht. Durch die Teilnahme am Wettbewerb sollen sich die Nachwuchskräfte frühzeitig mit den nach außen getragenen Werten des Konzerns auseinandersetzen.

Mit ihrem Projekt „Ringbahn trägt Schleife“ haben Auszubildende der S-Bahn Berlin den diesjährigen Toleranz-Wettbewerb für sich entschieden. Im Jubiläumsjahr hatten rund 500 Auszubildende über achtzig soziale Projektideen entwickelt. Das Gewinner-Projekt im Jubiläumsjahr ist eine Initiative angehender Industrieelektriker.

Ihnen gelang es, ein besonders starkes Zeichen für eine offene Gesellschaft ohne Diskriminierung zu setzen: Mit einem geschmückten Sonderzug und unterstützt durch die Berliner Aids-Hilfe e.V., sensibilisierten sie anlässlich des Welt-AIDS-Tages 2019 für das Thema HIV und informierten mit buntem Rahmenprogramm im Bahnhof Ostkreuz über die Wichtigkeit des Testens, den aktuellen Forschungsstand sowie Behandlungsmöglichkeiten.

Über 2.500 Euro kamen dabei für den guten Zweck zusammen. Die drei besten der umgesetzten Beiträge wurden letzte Woche im Rahmen einer virtuellen Preisverleihung durch Richard Lutz, DB-Chef und einer der Schirmherren des Projekts, Martin Seiler, DB-Personalvorstand und Projektausrichter, sowie Sigrid Nikutta, DB-Vorstand Güterverkehr und Vorstandsvorsitzende der DB Cargo AG, ausgezeichnet.

Richard Lutz: „Die einzigartigen Projekte unserer Auszubildenden haben Strahlkraft weit über den Wettbewerb hinaus. Mit ihrem Engagement zeigen sie eindrücklich, wofür wir als DB stehen und wie wichtig es ist, jedem Anzeichen von Diskriminierung entgegenzuwirken, Toleranz und Vielfalt zu leben.“

Der zweite Platz ging an „Die guten Jungs auf der Tour de Ruhr“, eine Gruppe angehender Elektroniker für Betriebstechnik, die sich mit einer Informations- und Verkaufsaktion an Bahnhöfen im Ruhrgebiet für das SOS Kinderdorf in Dortmund, die örtlichen Bahnhofsmissionen und ein Eisenbahn-Waisenhort engagierten.

Martin Seiler: „Ich bin begeistert von der Vielzahl der eingereichten Projekte. Bei der DB arbeiten Menschen aus über hundert Nationen gemeinschaftlich zusammen. Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung haben bei uns keinen Platz. Ich freue mich sehr, dass sich unsere Nachwuchskräfte für gesellschaftlich hoch relevante Themen einsetzen.“

Den dritten Platz belegte eine Gruppe künftiger Kaufleute für Verkehrsservice mit ihrem Projektfilm „Grenzenlos“. Unter dem Leitsatz „Menschen verbinden – Distanzen überwinden“ wirbt er für einen respektvollen Umgang zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft. Sigrid Nikutta: „Es ist erschreckend, dass das Thema heute wie vor zwanzig Jahren aktuell ist. Ich bin sehr stolz, dass unsere Nachwuchskräfte hier ein nachhaltiges Zeichen setzen.“

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