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NVR: Stationsqualität konstant hoch

06.07.20 (NVR) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Nahverkehr Rheinland (NVR) hat auch im vergangenen Jahr einen kritischen Blick auf die Bahnhöfe und Haltepunkte im Verbundgebiet geworfen. Herausgekommen ist der neue Stationsbericht für das Jahr 2019, bei dem zum siebten Mal in Folge Merkmale wie der Zustand von Sitzgelegenheiten, Abfallbehältern und Vitrinen oder das Vorhandensein eines Wetterschutzes untersucht und bewertet wurden. Von den mittlerweile 201 Stationen im NVR-Gebiet wurden im Herbst 2019 insgesamt 199 in Augenschein genommen und bewertet. Zwei Stationen der Rurtalbahn wurden aufgrund von Bauarbeiten nicht bewertet.

Bei der Untersuchung werden die Stationen in drei Kategorien eingeteilt: akzeptabel (grün), noch akzeptabel (gelb) und nicht akzeptabel (rot). Beim Gesamtergebnis gab es nahezu so viele Stationen in der besten Kategorie (akzeptabel) wie im Jahr zuvor: 2019 waren es 160 Stationen (80 Prozent), 2018 waren mit 163 Stationen (82 Prozent) so viele Haltepunkte wie nie zuvor in der besten Kategorie gelandet. Auf dem Gebiet des NVR sind neben der DB Station&Service AG noch die Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) und die Rurtalbahn GmbH (RTB) für den Betrieb der Stationen verantwortlich.

Für NVR-Geschäftsführer Norbert Reinkober belegen die Ergebnisse der Untersuchung, dass sich die konsequenten Kontrollen des NVR bezahlt machen: „Dass die weit überwiegende Mehrheit der Stationen in der besten Kategorie zu finden ist, zeigt, dass den Stationsbetreibern bewusst ist, wie wichtig das Erscheinungsbild und die Ausstattung der Bahnhöfe heutzutage für die Fahrgäste sind. Dem NVR ist daran gelegen, dass sich der Zustand weiter verbessert. Mit der finanziellen Förderung von Umbaumaßnahmen an mehr als fünfzig Bahnhöfen sind wir daran konkret beteiligt.“

Die Anzahl der Bahnhöfe und Haltestellen mit nicht mehr akzeptablen Mängeln ist gesunken: Sie fiel von fünf Prozent (elf Stationen) in 2018 auf vier Prozent (acht Stationen) in 2019. Die Anzahl der als noch akzeptabel eingestuften Stationen ist dadurch nach den Rückgängen der Vorjahre auf 16 Prozent (31 Stationen) angestiegen (2018: 13 Prozent; 2017: 19 Prozent; 2016: 24 Prozent).

Der größte Handlungsbedarf besteht an den Stationen Vettweiß-Jakobwüllesheim (58,8 Prozent) und Vettweiß (siebzig Prozent). Sie liegen allerdings beide an der Strecke der Rurtalbahn (RB 28) zwischen Euskirchen und Düren und sind nur eingeschränkt vergleichbar: Auf der Linie wurde erst im Dezember 2019 der Betrieb auch an den Wochentagen wieder aufgenommen.

Aufgrund der aktuellen Modernisierungsarbeiten an den Stationen der Bördebahn wird bereits bei der diesjährigen Bewertung mit einem besseren Ergebnis gerechnet. Den dritt- und viertletzten Platz belegen mit Quadrath-Ichendorf (74,7 Prozent) und Bergheim (Erft) (76,4 Prozent) Stationen an der Linie RB 38. Auffällig ist, dass die Stationen Bedburg und Duckterath, die 2018 noch in der besten Kategorie waren, nun im roten Bereich gelandet sind.

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