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Lustige Werbekampagne in Dresden

13.03.20 (Sachsen) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben eine neue Werbekampagne für Verkehrssicherheit gestartet. Diese soll vor allem augenzwinkernd um besseres Verständnis bei den Autofahrern werben. Schließlich steuern Busfahrer ihre großen Fahrzeuge täglich stundenlang, professionell und auf Zeit durch den dicksten Stadtverkehr. Dabei sind Verkehrsteilnehmer eigentlich verpflichtet, Linienbussen das Abfahren von der Haltestelle zu ermöglichen.

„Wenn nötig, müssen andere Fahrzeuge warten“, heißt es in Paragraph 20 der Straßenverkehrsordnung (StVO). Der für den Betrieb und das Personal verantwortliche DVB-Vorstand Lars Seiffert kommentiert die neue Kampagne wie folgt: “Wir bekamen immer wieder Hinweise von unseren Kollegen, dass Autofahrer unsere Busse nicht von der Haltestelle abfahren lassen.“

Seiner Einschätzung zufolge destabilisiert die Menge solcher Situationen jeden Fahrplan und kann durch Veränderung der Fahrzeit auch nicht kompensiert werden. „Das stresst unsere Fahrer im täglichen Stadtverkehr und sorgt letztlich auch für Verstimmung bei vielen Fahrgästen. Jetzt möchten wir etwas dagegen unternehmen. Nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern lieber mit einer netten und witzigen Form der Ansprache“, so Seiffert.

„Ich bin ein Bus, lass mich hier raus!“ oder „Mein Name ist Fahrer, Busfahrer!“ leuchtet es hübsch gestaltet seit Anfang März vom Heck einiger DVB-Busse. Auf die abgewandelten Zitate bekannter Filme und Fernsehsendungen folgt jeweils die Erklärung auf dem Hinterteil der Busse. Vom „Verkehrsdschungel oder der „Lizenz zur Personenbeförderung“ ist in der Werbung für ein respektvolles Miteinander die Rede.

Autofahrer werden gebeten, den Bus an der Haltestelle doch bitte abfahren zu lassen. Ein weiteres Motiv präsentiert mit „Mich rauslassen du musst“ die liebenswert falsche Grammatik des Meister Yoda aus Star Wars. Weitere bekannte Zitate sollen die DVB-Fahrer innerhalb eines Wettbewerbs selbst noch als Motivgrundlage beisteuern. Der Zeitrahmen für die Kampagne ist offen.

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